Brinkmanns Zorn

- | Deutschland 2006 | 110 Minuten

Regie: Harald Bergmann

O-Töne aus einer Lesung des Literaten Rolf Dieter Brinkmann (Cambridge 1975), Super8-Filme aus dem Nachlass des Dichters sowie deren szenische Umsetzung mit Darstellern vereinen sich durch eine rhythmisch kongeniale Montage zu einem kraftvollen, stimmigen und mitreißenden Literaturfilm, der die Wut des Dichters gegen den Literaturbetrieb ebenso wie die Hässlichkeit der herrschenden Zustände spürbar macht. Zudem vermittelt sich nachhaltig, wie leidenschaftslos die aktuelle deutsche Gegenwartsliteratur ist. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Harald Bergmann
Buch
Harald Bergmann
Kamera
Harald Bergmann · Elfi Mikesch
Schnitt
Harald Bergmann
Darsteller
Eckhard Rhode (Rolf Dieter Brinkmann) · Alexandra Finder (Maleen Brinkmann) · Martin Kurz (Robert Brinkmann) · Rainer Sellien (Henning) · Isabel Schosnig (Linda)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Die "Director's Cut" Edition (3 DVDs) besticht durch eine mustergültige Aufbereitung des Films und durch wertvolles Sekundärmaterial: U.a. durch eine DVD mit von Harald Bergmann kompilierten Super-8-Filmen (88 Min.), einer DVD mit Arbeits-, Tagebüchern und Collagen (69/79 Min.) des Porträtierten sowie eines ausführlichen, erhellenden Booklets zu den DVDs (20 Seiten). Die Edition ist mit dem Silberling 2007 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Neue Visionen (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt. & FF, DD2.0 dt.)
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Diskussion
„Ab und zu mal ein Geräusch machen!“ – „Sprechen gegen den Unsinn der Gegenwart, gegen den Unsinn der Vergangenheit!“ Wie gelingt die Annäherung und Fixierung von Gegenwart? Der Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann (1940–1975) wurde in den vergangenen Jahren als einer der bedeutendsten frühen Pop-Literaten wiederentdeckt, besser: gehandelt. Das beruht auf einem eklatanten Missverständnis, denn die Texte Brinkmanns haben nichts, aber auch gar nichts mit den oberflächlichen Flaneuren der bunten Warenwelten zu tun, die einem seit Stuckrad-Barre als „Pop“ angedient werden sollen. Brinkmann sorgte einerseits (gemeinsam mit Ralf-Rainer Rygulla) für die frühe Rezeption amerikanischer Beat-Literatur und deren origineller Cut

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