Das Spiel der Macht

Drama | USA/Deutschland 2006 | 127 Minuten

Regie: Steven Zaillian

Aufstieg und Fall eines volksnahen Politikers, der durch eine populistische Umverteilungspolitik in der Gunst der Wähler stieg, sich aber auch mächtige Feinde schuf. Angelehnt an die Biografie von Huey P. Long, Gouverneur von Louisiana, der 1935 erschossen wurde, sowie an den Film "Der Mann, der herrschen wollte" (1949), ist nur dank der Leistung des Hauptdarstellers das Charisma des Protagonisten zu erahnen. Auch der Versuch, eine zweite Hauptfigur zu installieren, scheitert an der Unentschlossenheit der zwar formal gediegenen, aber eher inhaltsarmen Inszenierung. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ALL THE KING'S MEN
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Steven Zaillian
Buch
Steven Zaillian
Kamera
Pawel Edelman
Musik
James Horner
Schnitt
Wayne Wahrman
Darsteller
Sean Penn (Willie Stark) · Jude Law (Jack Burden) · Anthony Hopkins (Richter Irwin) · Kate Winslet (Anne Stanton) · Mark Ruffalo (Adam Stanton)
Länge
127 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras der umfangreichen Edition umfassen u.a. ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.), plus einem alternativen Filmende (11 Min.) sowie mehrere kurze Featurettes zu inhaltlichen Teilaspekten des Films (62 Min.).

Verleih DVD
Sony (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
In der an illustren Politikertypen reichen amerikanischen Geschichte sticht Huey P. Long als besonders schillernde Figur hervor. Nachdem er sich mit Brandreden zum Fürsprecher von Hinterwäldlern und Habenichtsen aufgeschwungen hatte, wurde der Sohn eines Bauern 1928 mit überwältigender Mehrheit zum Gouverneur seines Heimatstaates Louisiana gewählt. Die populistische Umverteilungspolitik, die Long anschließend mit autoritären Methoden gegen die einflussreiche Ölindustrie und die korrupte regionale Oberschicht durchsetzte, war im amerikanischen Süden ohne ideologisches Vorbild, gewann vor dem Hintergrund der „Großen Depression“ aber auch national zunehmend Anhänger. Daher vereitelte der Schwiegersohn eines politischen Gegners wahrscheinlich eine Präsidentschaftskandidatur Longs, als er den hemdsärmeligen Volkstribun 1935 erschoss. Solch eine Biografie schreit geradezu danach, zu einem Roman oder Spielfilm verarbeitet zu werden – weshalb es nur folgerichtig war, dass Robert Penn Warren die fiktiv

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren