Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

- | Deutschland 2006 | 95 Minuten

Regie: Dani Levy

Die letzten Tage im Führer-Hauptquartier, gesehen aus bemüht komödiantischer Sicht: Um den stimmlich und gesundheitlich angeschlagenen Hitler für eine seiner letzten Brandreden auf Vordermann zu bringen, wird ein jüdischer Theaterdirektor vom KZ Sachsenhausen in die Reichskanzlei verfrachtet, um seinem ehemaligen Schüler, den er schon vor der "Machtergreifung" betreute, erneut charismatische Flötentöne beizubringen. Der zwischen Aberwitz und aufgesetzter Tragik changierende Film ist solide inszeniert, krankt vor allem aber an seiner Unentschlossenheit. Der deutschen Star-Besetzung verlangt er nicht allzu viel ab. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Dani Levy
Buch
Dani Levy
Kamera
Carl F. Koschnick · Carsten Thiele
Musik
Niki Reiser
Schnitt
Peter R. Adam
Darsteller
Helge Schneider (Adolf Hitler) · Ulrich Mühe (Prof. Adolf Grünbaum) · Sylvester Groth (Dr. Joseph Goebbels) · Katja Riemann (Eva Braun) · Adriana Altaras (Elsa Grünbaum)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.

Heimkino

Die Edition besticht durch ein ausführliches "Making of" (63 Min.), zusätzlichen Dokumentationen zu Teilaspekten des Films (etwa: Kostüm/Ausstattung, Maske, Musik, Kamera) und ein Feature über frühere Schnittfassungen (12 Min.). Des Weiteren enthält die umfangreich ausgestattete DVD einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (13 Min.). Die Edition ist mit dem Silberling 2007 ausgezeichnet.

Verleih DVD
X Verleih/Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Berlin liegt in Trümmern, die Alliierten klopfen machtvoll an die Tür, die Wunderwaffe lässt auf sich warten. Dem Führer geht es schlecht. Dumm nur, dass er in wenigen Tagen mit einer flammenden Rede den deutschen Volkssturm entfachen soll. Da kommt Goebbels die rettende Idee: Er lässt einen jüdischen Theaterdirektor aus dem KZ Sachsenhausen in die Reichskanzlei bringen, damit er Hitler wie zu Beginn seiner Karriere rhetorisch unterrichte. Natürlich könnte das Veit Harlan auch, erläutert der Propagandaminister seiner verdutzten Entourage, aber nur ein Jude würde mit dem Hass auch das Beste im deprimierten Gröfaz wieder zum Vorschein bringen. Gesagt, getan, und ehe sich der überraschend rehabilitierte Prof. Grünbaum versieht, lässt er seinen ehemaligen Schauspielsch

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