Blood Diamond

Abenteuer | USA 2006 | 143 Minuten

Regie: Edward Zwick

Während des Bürgerkriegs in Sierra Leone in den 1990er-Jahren eröffnen diverse Parteien auf der Jagd nach einem riesigen Diamanten einen Nebenkriegsschauplatz. Der packende Abenteuerfilm arrangiert geschickt die Klischees und Stereotypen des Genres und verdichtet sich nicht zuletzt dank seines souverän agierenden Hauptdarstellers zu einem grandiosen Spektakel vor überwältigender Kulisse. Dabei schreckt er in seiner Figurencharakterisierung freilich nicht vor grober Schwarz-Weiß-Zeichnung zurück und unterläuft durch die Auslassung einiger politischer Bezüge seine eigene moralisierende Anklage. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BLOOD DIAMOND
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Edward Zwick
Buch
Charles Leavitt
Kamera
Eduardo Serra
Musik
James Newton Howard
Schnitt
Steven Rosenblum
Darsteller
Leonardo DiCaprio (Danny Archer) · Djimon Hounsou (Solomon Vandy) · Jennifer Connelly (Maddy Bowen) · Caruso Kuypers (Dia Vandy) · Arnold Vosloo (Colonel Coetzee)
Länge
143 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Abenteuer

Heimkino

Die Standard Edition enthält einen Audiokommentar des Regisseurs. Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem die weiterführende Dokumentation "Das Blut am Diamanten" (50 Min.) über die kriminellen Geschäfte mit den afrikanischen Diamanten.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion

Es liegt Entschiedenheit in der Stimme, die da sagt: „T.I.A.“. Die Kamera zeigt die Augen des Sprechers, die schon „so viel gesehen“ haben. „T.I.A.“ steht für „This is Africa“, und Danny Archer hält sich mit dieser Floskel alles Weitere vom Leib: Sie fasst die Faszination und den Ekel zusammen, die die Facetten und die Rätsel des „schwarzen Kontinents“ in den Augen von „Weißen“ evozieren, und sie wirkt hier nie nur abgeklärt, sondern auch resigniert und zynisch. Archer ist eine Filmfigur, von der man dachte, dass es sie im Gegenwartskino nicht mehr gäbe: ein charmanter, abgebrühter, aus der Zeit gefallener Held ohne einen Hauch von Idealismus und Sendungsbewusstsein; eine Rolle, wie sie früher Humphrey Bogart oder Clark Gable gespielt hätten. Leonardo DiCaprio verkörpert ihn brillant und glaubwürdig – so einen Auftritt hat man von ihm noch nicht gesehen. Ein Held, wie es ihn nur im Kino gibt: Schnell, cool und mit mehr als nur einem Hauch von Indiana-Jones-Unbekümmertheit sorgt er dafür, dass dies auch ein Abenteuerfilm ist, und bringt eine romantische Aura, ein Element spielerischer, angenehm amoralischer Lässigkeit in einen Film, der leicht in Gefahr laufen könnte, ins Thesenhafte abzugleiten und seinen Schauplatz zur Kulisse zu degra

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