Alpha Dog - Tödliche Freundschaft

Drama | USA/Deutschland 2006 | 118 Minuten

Regie: Nick Cassavetes

Ein Streit unter jugendlichen Kleinkriminellen gipfelt in der Entführung eines Jungen, der bald eine fast freundschaftliche Beziehung zu den Entführern entwickelt. Immer wieder scheint eine friedliche Lösung des Konflikts möglich, doch Druck von außen sowie das Verhaftetsein der Jungen in Macho-Allüren und Versagensängsten sowie das Fehlen moralischer Werte führen zur Eskalation. Die filmische Rekonstruktion eines authentischen Falls will den Ursachen von Jugendgewalt in einer Mischung aus epischem Drama und Reality-TV auf den Grund zu gehen, weist aber allzu voreilig den Erwachsenen die Schuld zu. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ALPHA DOG
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Nick Cassavetes
Buch
Nick Cassavetes
Kamera
Robert Fraisse
Musik
Aaron Zigman
Schnitt
Alan Heim
Darsteller
Ben Foster (Jake Mazursky) · Shawn Hatosy (Elvis Schmidt) · Emile Hirsch (Johnny Truelove) · Christopher Marquette (Keith Stratten) · Sharon Stone (Olivia Mazursky)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. das ungekürzte Musikvideo "What Goes Arround...Comes Arround" (9:30 Min.) zum Film.

Verleih DVD
Concorde/Eurovideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
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Diskussion
Der Film kommt gerade recht, passt er doch wunderbar in die aktuelle Familiendebatte: Es geht um gutsituierte Vorstadt-Mittelklasse-Jugendliche, die aus dem Ruder laufen, weil ihre (vielfach berufstätigen) Eltern mit ihrem eigenen Leben vollauf beschäftigt sind und die Kinder so weitgehend unkontrolliert ihren jeweiligen „Geschäften“ nachgehen und ihren Medien-Vorbildern nacheifern können. Sie sind darauf versessen, „Gangsta“ zu spielen. Wenn sie ihre kleinen Drogendeals abwickeln, Party machen, gemeinsam abhängen oder auch Videospiele spielen, laufen im Hintergrund immer großspurig-protzige HipHop-Videoclips, und an den Wänden der Zimmer, die irgendwie noch immer Kinderzimmer sind, hängen Poster von einschlägigen Filmen wie „Scarface“. Johnny Truelove ist in seiner Clique das titelgebende Alpha-Tier, tatsächlich aber ein Angeber, der spürbar unsicher wird, wenn er auf einen ernstzunehmenden Gegenspieler trifft. Im Vergleich dazu ist mit dem aggressiven Speed-Freak und Dealer Jake Mazursky wirklich nicht zu spaßen, wie Johnny erkennen muss, als er von ihm die Beg

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