Vier Fenster

Drama | Deutschland 2006 | 80 Minuten

Regie: Christian Moris Müller

Eine Familie, Vater, Mutter und zwei Kinder an der Schwelle zum Erwachsensein, befindet sich in der Krise: Der Vater ist ein frustrierter Polizist, die Mutter voller Angst vor dem Alter, und auch Tochter und Sohn verlieren den Halt. Der Blick auf eine vom Verstecken eigener Sehnsüchte ermüdete Familie ist darstellerisch solide, aber übertrieben konstruiert in Szene gesetzt. Der Film negiert dramaturgische Konventionen, ohne sie durch etwas Überzeugendes zu ersetzen.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Christian Moris Müller
Buch
Christian Moris Müller
Kamera
Jürgen Jürges
Musik
Chandra Fleig · Annette Focks
Schnitt
Maja Stieghorst
Darsteller
Margarita Broich (Mutter) · Frank Droese (Sohn) · Thorsten Merten (Vater) · Theresa Scholze (Tochter)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16 (DVD)
Genre
Drama
Diskussion
Diese Ehe ist gut zwei Jahrzehnte alt, das sieht man an den Kindern. Dies allein wird aber nicht der Grund dafür sein, dass die Frau den Mann aus der Badewanne trommelt, nur um sich in seiner Anwesenheit auf die Toilette zu setzen. Es ist eine Ermüdung angesichts des Trotts, ein Verlust des Respekts, aber auch jenes viel beschworene Gefühl von Leere. Die Tochter fühlt sich ebenfalls nicht wohl in ihrer Haut, wohl auch, weil die Eltern offenbar nicht mehr richtig ticken. In der U-Bahn macht sie schließlich Männern eindeutige Angebote. Und der Sohn, mit dem sich die Tochter immerhin gut versteht, geht verschämt seiner schwulen Sadomaso-Neigung nach, auf Klos und in Sexshops. Es muss wirklich das nackte Grauen sein, was unter deutschen

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