Jugendfilm | Dänemark/Großbritannien 2006 | 109 Minuten

Regie: Niels Arden Oplev

Die Depression seines Vaters und der Wechsel auf eine neue Schule nach den Sommerferien 1969 bedeuten schmerzliche Einschnitte im Leben eines 13-Jährigen. Er gerät ins Visier des tyrannischen, gewalttätigen Schulleiters, der seine Schützlinge mit vorsintflutlichen Erziehungsmethoden quält. Inspiriert durch Martin Luther King, den er als „seinen“ Helden entdeckt, setzt er sich gegen das Regime des Direktors zur Wehr, auch, als ihn das in der Schule zum Außenseiter macht und er nur bedingt Rückhalt bei Freunden, Familie und einem unkonventionellen jungen Lehrer findet. Präzise zwischen realitätsnahem Zeitbild und großem Gefühlskino austarierter Familienfilm um Angst und Unterdrückung, Zivilcourage und Aufrichtigkeit, hervorragend inszeniert und ergreifend gespielt. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
DRØMMEN
Produktionsland
Dänemark/Großbritannien
Produktionsjahr
2006
Regie
Niels Arden Oplev
Buch
Niels Arden Oplev · Steen Bille
Kamera
Lars Vestergaard
Musik
Jacob Groth
Schnitt
Søren B. Ebbe
Darsteller
Janus Dissing Rathke (Frits Johansen) · Jens Jørn Spottag (Frits' Vater Peder) · Anne-Grethe Bjarup Riis (Frits' Mutter Stine) · Anders W. Berthelsen (Freddie Svale) · Bent Mejding (Schulleiter Lindum Svendsen)
Länge
109 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Jugendfilm

Heimkino

Verleih DVD
Arsenal (16:9, 1.78:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Wer hinter dem Titel einen „niedlichen“ Kinderfilm nach dem leider immernoch weit verbreiteten Genreverständnis vermutet, sei gewarnt: Er sollte sich nicht von den betörenden Bildern einer sommerlichen Idylle im ländlichen Dänemark des Jahres 1969 täuschen lassen und nicht das Sedativum einer heilen Welt erwarten. In „Der Traum“ geht es vielmehr richtig „zur Sache“: Diese mitreißende Hymne auf Gerechtigkeit, Zivilcourage und Durchsetzungsvermögen erzählt von Angst und Wut, von körperlichem wie seelischem Schmerz, von Erniedrigung und tiefer seelischer Verwundung, vom Verlassensein und von Hoffnungslosigkeit – aber sie handelt auch von der beflügelnden Kraft eines Traums, von Hoffnung und Mut, von richtigen Vorbildern und vom geradezu emphatischen Sieg über die eigene Angst sowie über die Tyrannei und Unterdrückung durch hartherzige Erwachsene. Am Ende der Sommerferien wartet auf den 13-jährigen Frits die größte Bewährungsprobe seines jungen Lebens. Sein Vater ist in der kl

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