Namesake - Zwei Welten, eine Reise

Drama | Indien/USA 2006 | 122 Minuten

Regie: Mira Nair

Ein in Boston lebendes Ehepaar mit bengalischen Wurzeln muss zur Kenntnis nehmen, dass sich sein in den USA geborener Sohn immer weiter von seinen kulturellen Ursprüngen entfernt und sich eine neue (Namens-)Identität zulegt. Weitgehend werkgetreue Verfilmung eines autobiografisch gefärbten Romans um drei Grenzgänger zwischen den Kulturen, bei denen die kulturelle Verwurzelung bzw. Anpassung an die neuen Lebensverhältnisse jeweils andere Formen und Ausformungen annimmt. Eine eher nüchterne Auseinandersetzung mit Immigration und Assimilation, die zwar Widersprüche aufzeigt, aber etwas zu akademisch argumentiert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE NAMESAKE
Produktionsland
Indien/USA
Produktionsjahr
2006
Regie
Mira Nair
Buch
Sooni Taraporevala
Kamera
Frederick Elmes
Musik
Nitin Sawhney
Schnitt
Allyson C. Johnson
Darsteller
Irfan Khan (Ashoke Ganguli) · Kal Penn (Gogol Ganguli) · Jagannath Guha (Ghosh) · Ruma Guha Thakurta (Ashokes Mutter) · Tabu (Ashima Ganguli)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Regisseurin sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Fox (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Nicht zuletzt der Anschlag vom 11. September 2001 hat Fragen über Migration, Integration, „Leitkultur“ und kulturelle Identitäten entschieden auf die politische und soziale Agenda gesetzt. 2003 erschien der Roman „The Namesake“ („Der Namensvetter“) von Jhumpa Lahiri, die als Tochter bengalischer Eltern in London geboren wurde und mittlerweile in den USA lebt. „The Namesake“ erzählt die Geschichte von Ashoke Ganguli, seiner Frau Ashima und ihrem gemeinsamen Sohn Gogol. Als der Physiker Ashoke einem Ruf ans MIT (Massachusetts Institute of Technology) nach Cambridge folgt, heiratet er zuvor nach bengalischem Ritual Ashima. Es ist eine arrangierte Ehe. In Boston bekommt das Ehepaar einen Sohn, den Ashoke, ein großer Verehrer der russischen Literatur, spontan, scheinbar aus einer Not heraus, den Namen Gogol gibt. Drei Menschen, zwei Generationen, zwei Kulturen – diese Thematik hat Mira Nair („Monsoon

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