Auf Anfang [: reprise]

Drama | Norwegen 2006 | 105 Minuten

Regie: Joachim Trier

Zwei angehende Schriftsteller, Mitglieder einer verschworenen Männer-Clique, müssen sich im Oslo der Gegenwart mit Erfolgen, Niederlagen, dem Alltag im Literaturbetrieb sowie widersprüchlichen Liebeserfahrungen auseinander setzen. Der dynamische Debütfilm lässt sich auch formal souverän ganz auf den verspielten Umgang seiner Protagonisten ein, die er detailfreudig auf der Suche nach sich selbst beobachtet. Immer wieder bricht er dabei den linearen Erzählfluss auf und konterkariert melodramatische Entwicklungen geschickt durch eine auktoriale, ironische Erzählstimme sowie den Einsatz des Konjunktivs. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
REPRISE
Produktionsland
Norwegen
Produktionsjahr
2006
Regie
Joachim Trier
Buch
Joachim Trier · Eskil Vogt
Kamera
Jakob Ihre
Musik
Ola Fløttum · Knut Schreiner
Schnitt
Olivier Bugge Coutté
Darsteller
Espen Klouman Høiner (Erik) · Anders Danielsen Lie (Phillip) · Viktoria Winge (Kari) · Christian Rubeck (Lars) · Pål Stokka (Geir)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
MFA Video (1:1,85/16:9/Norweg DD 5.1)
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Diskussion
Gegen Ende des Films, der in erster Linie von den Erlebnissen zweier angehender junger Schriftsteller im heutigen Oslo handelt, erhält eine der beiden Hauptfiguren von seinem großen Dichter-Idol sinngemäß den Tipp: „Du schreibst gut, bis auf das Ende. Du solltest nicht poetisch werden!“ Auch Regisseur Joachim Trier hat sich dies bei seinem Debüt „Auf Anfang“ zu Herzen genommen. Was aber keineswegs heißen soll, er ließe in seinem Film keinen Platz für romantische Zwischentöne, ja für Verzweiflung und künstlerischen Freiheitsdrang. Doch sobald dergleichen über Hand zu nehmen droht, greift Trier zum bewährten Mittel der Ironie. Und das fällt ihm nicht schwer, denn die Clique, in der sich Erik und Phillip bewegen, scheint kaum etwas ernst zu nehmen im Leben und erfindet sich ständig neu. Eine Osloer – quasi postmoderne – „lost generation“, die aber noch nicht den Hauch jener Erfahrungen gesammelt hat, die das Schreiben ihrer großen amerikanischen Vorbilder in Paris maßgeblich ge

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