Wächter des Tages

- | Russland 2006 | 131 Minuten

Regie: Timur Bekmambetov

Zweite Spielfilmadaption einer in Russland populären Fantasy-Romanreihe. Wie in "Wächter der Nacht" (2004) droht auch hier das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse aus dem Lot zu kommen, woran diesmal der junge Sohn des Helden Schuld ist, der in noch größerem Maß als sein Vater über übersinnliche Kräfte verfügt und von den Mächten des Bösen vereinnahmt werden soll. Bombastisches Blockbuster-Kino, das dem Genre einen formal durchaus reizvollen schmutzigen "Look" verleiht. Dagegen werden die Plausibilität von Story und Figuren sowie eine schlüssige Dramaturgie der effektlastigen Überwältigungsästhetik geopfert.

Filmdaten

Originaltitel
DNEWNOI DOSOR: MEL SUDBY
Produktionsland
Russland
Produktionsjahr
2006
Regie
Timur Bekmambetov
Buch
Timur Bekmambetov · Alexander Talal
Kamera
Sergej Trofimow
Musik
Juri Potejenko
Schnitt
Dimitri Kiseljow
Darsteller
Konstantin Chabenski (Anton Godoretski) · Wladimir Menschow (Geser) · Maria Poroschina (Swetlana) · Galina Tunina (Olga) · Viktor Werbitzki (Zavulon)
Länge
131 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f

Heimkino

Verleih DVD
Fox (1:2,35/16:9/Deutsch dts/DD 5.1/Russ.)
DVD kaufen
Diskussion
Mit dem Erfolg von „Wächter der Nacht“ (fd 37253) erhob sich die brachliegende russische Filmindustrie wie ein Phönix aus der Asche. Sogar in den USA spielte der Actionfilm beachtliche 1,5 Mio. Dollar ein. Ein kassenträchtiger Überflieger verspricht auch die Fortsetzung zu werden. In Russland erzielte „Wächter des Tages“ in den ersten beiden Wochen das doppelte Einspielergebnis des Vorgängers. Die filmischen Adaptionen der in Russland beliebten Roman-Reihe bringen einen leicht schmuddeligen Touch ins Fantasy- und Science-Fiction-Genre; „Star Wars“ (fd 20658) oder „Matrix“ (fd 33720) sehen im Vergleich dazu blitzsauber aus. Die „Wächter“-Filme spielen in einem Moskau, das im Zeichen morbider „Ostalgie“ steht. Fabrikmauern bröckeln, durch Mietskasernenkorridore zieht Kohlsuppenmief; mittendrin führen Gut und Böse ihren Kalten Krieg, wobei die Grenzen zwischen hell und dunk

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto

Kommentieren