Auf der anderen Seite (2007)

- | Deutschland/Türkei 2007 | 120 Minuten

Regie: Fatih Akin

Ein türkischer Witwer in Hamburg nimmt eine Prostituierte bei sich auf. Seinem Sohn, einem Germanistikprofessor, missfällt dies zunächst, nach ihrem Tod macht er sich aber in Istanbul auf die Suche nach der Tochter der Frau. Diese ist aber bereits als Widerstandskämpferin auf der Flucht in Deutschland. Kunstvoll verknüpft Fatih Akin die sechs Episoden seiner Hauptfiguren zu einem Netz, das sich erst am Ende auflöst. Sowohl auf der Dialogebene als auch in der gesamten Anlage der Geschichte findet er eine sehr überzeugende Balance aus Künstlichkeit und Realismus. (teils O.m.d.U.) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
YASAMIN KIYISINDA
Produktionsland
Deutschland/Türkei
Produktionsjahr
2007
Regie
Fatih Akin
Buch
Fatih Akin
Kamera
Rainer Klausmann
Musik
Shantel
Schnitt
Andrew Bird
Darsteller
Baki Davrak (Nejat Aksu) · Nursel Köse (Ayten Öztürk) · Hanna Schygulla (Susanne Staub) · Tunçel Kurtiz (Ali Aksu) · Nurgül Yesilçay (Ayten Öztürk)
Länge
120 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Die Standard Edition enthält als bemerkenswertes Extra lediglich einen Audiokommentar des Regisseurs. Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem u.a. zusätzliche Anmerkungen des Regisseurs Fatih Akin, das vom Regisseur konzipierte Feature "Tagebuch eines Filmreisenden" (60 Min.) sowie das Feature "Famous last words" über den jüngst verstorbenen Produzenten Andreas Thiel (50 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2008 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Pandora (16:9, 1.85:1, DD 5.1 dt & türk.)
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Diskussion
So exzessiv „Gegen die Wand“ (fd 36 389) inszeniert war, der äußerst erfolgreiche erste Teil seiner Trilogie über „Liebe, Tod und Teufel“, so unspektakulär setzt Fatih Akin den zweiten in Szene: „Auf der anderen Seite“ befasst sich sehr besonnen mit dem Tod und dessen Auswirkung auf die Lebenden, mit deren Trauer und Nachdenklichkeit sowie den Versuchen, einmal eingeschlagene Lebenswege zu ändern. Besonnenheit war bei der Umsetzung des komplexen Plots auch notwendig. Sechs Figuren definieren sechs Handlungsstränge, die an sechs unterschiedlichen Punkten ansetzen, sich teilweise kreuzen, parallel verlaufen und sich am Ende sinngebend zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Nejat ist ein zurückgezogen lebender Germanistikprofessor in Hamburg, sein Vater Ali ein verwitweter, einsamer Mann. Als Ali sich eine Prostituierte sucht, trifft er auf Yeter, die ebenfalls aus der Türkei stammt. Er beschließt, ihr Geld dafür zu geben, dass sie mit ihm zusammenlebt. Nejat gefällt das nicht, bis er Yeter näher kennenlernt, die ihrer Tochter Ayten in Istanbul regelmäßig Geld schickt. Als Yeter stirbt, macht sich Nejat auf die Suche nach der Tochter. Diese ist aber längst in Deutschland, eine politische Aktivistin auf der Flucht vor der türkischen Polizei. Sie lernt eine deutsche Studentin kennen und

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