Contergan

- | Deutschland 2006 | 180 Minuten

Regie: Adolf Winkelmann

(Fernseh-)Drama, das den Contergan-Skandal Ende der 1950er-, Anfang der 1960er-Jahre am Beispiel einer Familie aufarbeitet. Ein aufstrebender Anwalt, dessen Frau eine fehlgebildete Tochter zur Welt bringt, ringt sich dazu durch, die Firma, die das Medikament Contergan produziert, zu verklagen, obwohl sie seiner Kanzlei lukrative Aufträge garantiert. Bis es zum Prozess kommt, dauert es Jahre. Der Alltag mit dem behinderten Kind sowie Meinungsverschiedenheiten über die Prozessführung stellen die Ehe der Eltern auf die Probe, während die Arzneimittelfirma versucht, sich der Verantwortung zu entziehen. Das Drehbuch verkürzt aus dramaturgischen Gründen gelegentlich die historische Sachlage; auch der Zusammenhang mit der Nazi-Zeit wird durch die Personalisierung im Film zwangsläufig verkürzt. Dennoch entstand ein höchst eindrücklicher, wichtiger Film, der von seinen (auch durch die Musik gesteuerten) Emotionen lebt, mit denen er den historischen Skandal miterleben lässt. (Teil 1: "Eine einzige Tablette"; Teil 2: "Der Prozess") - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Adolf Winkelmann
Buch
Benedikt Röskau
Kamera
David Slama
Musik
Hans Steingen
Schnitt
Rudi Heinen
Darsteller
Benjamin Sadler (Paul Wegener) · Katharina Wackernagel (Vera Wegener) · Hans-Werner Meyer (Horst Bauer) · Caroline Peters (Hanne Bauer) · Matthias Brandt (Henrik Spiess)
Länge
180 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.

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