Solange du hier bist

- | Deutschland 2006 | 80 Minuten

Regie: Stefan Westerwelle

Ein einsamer alternder Mann erkauft sich die Nähe eines jungen Callboys, der zur Projektionsfläche seiner Wünsche und Hoffnungen wird. Der in minimalistischer Strenge inszenierte Film beschreibt die beiden Personen in langen Einstellungen und zahlreichen Nahaufnahmen als menschliche Bestandteile einer zeitlosen Atmosphäre. Das bisweilen langatmig wirkende Kammerspiel übt seinen besonderen Reiz aus, wenn es die Möglichkeiten einer Liebe in einem geschützten Rahmen durchspielt.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Stefan Westerwelle
Buch
Stefan Westerwelle
Kamera
Bernadette Paassen
Musik
Martin Lesniak
Schnitt
Huynh-Trang Lam
Darsteller
Michael Gempart (Georg) · Leander Lichti (Sebastian)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f

Heimkino

Verleih DVD
Pro-Fun (FF, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Von weitem schaut Gustav von Aschenbach in Viscontis „Tod in Venedig“ (fd 17358) seinem Tadzio beim Schwimmen zu. Das unerfüllbare Begehren des alternden Mannes drückt sich in der Distanz zwischen ihm und dem Knaben aus. Dieses in der Kunst wiederkehrende Motiv einer von Einsamkeit befeuerten, ungestillten Sehnsucht, das Visconti aus Thomas Manns Novelle in die Bildsprache des Kinos übersetzte, prägt auch Stefan Westerwelles Abschlussfilm an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Anders aber als bei Visconti schlägt sich die emotionale Ferne hier nicht in einer räumlichen nieder. Westerwelles „Aschenbach“ heißt Georg und erkauft sich die körperliche Nähe seines „Tadzios“ namens Sebastian mit Geld. Dadurch wird umso fühlbarer, was die beiden im I

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