Mia san dageng! Punk in München

Musikfilm | Deutschland 2007 | ca. 90 Minuten

Regie: Olli Nauerz

Dokumentation über die Geschichte der Punk-Bewegung in Bayern von 1977 bis heute, die der Film in den Kontext einer langen Tradition von zivilem Ungehorsam stellt. In Interviews und mit alten Super-8-Aufnahmen wird von politischen und musikalischen Zäsuren erzählt, die Bilder werden dabei mit viel authentischer Musik unterlegt. Zwar wird im letzten Drittel mit dem Versuch, das historische Phänomen mit aktuellen Trends abzugleichen, die Kapazität des Unterfangens ein wenig überdehnt, dennoch bleibt der Film über große Strecken unterhaltsam und informativ. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Olli Nauerz · Katz Segler · Michael Bentele
Buch
Olli Nauerz · Katz Segler
Kamera
Toni Werner · Arno Gmeinwieser · Michael Bentele · Ingo Dieckmann · Bernd Jebing
Länge
ca. 90 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Musikfilm | Dokumentarfilm

Diskussion
Nach „Ostpunk! Too Much Future“ (fd 38 273) fokussiert mit „Mia san dageng!“ nun eine weitere Dokumentation jüngste subkulturelle Geschichte, diesmal aus bundesdeutscher Sicht. Der Film zeigt, dass es in Sachen Jugend- und Protestkultur noch viel aufzuarbeiten gibt: Gravierende Wahrnehmungsdefizite liegen nicht nur zwischen West und Ost vor, sondern auch zwischen Nord und Süd. Eine kurze, auf Super-8 aufgenommene Sequenz im Film illustriert dies: Als die Münchner Art-Punkband „Lorenz Lorenz“ Mitte der 1980er-Jahre im legendären SO 36 in Berlin-Kreuzberg auftritt, hagelt es Bierbüchsen. Der Auftritt der beiden Musiker in Lederhosen wird vom krampfhaft coolen Publikum keineswegs als Selbstironie wahrgeno

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