Zuneigung - Die Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen

Dokumentarfilm | Deutschland 2006 | 84 Minuten

Regie: Quinka Stoehr

Ein leiser Porträtfilm, der eine Annäherung an die Kamerafrau und Dokumentaristin Gisela Tuchtenhagen sucht. Die Spuren ihrer Vita werden nicht mit Hilfe langer Interviewpassagen erkundet; stattdessen entwirft der Film Situationen, in denen die Protagonistin auf Orte und Menschen ihrer Vergangenheit reagieren und die damit verbundenen Gefühle auch durch Blicke, Gesten oder beredtes Schweigen transparent machen kann. Die äußere Stationendramaturgie trägt nicht immer dazu bei, intime Momente zu fassen. Allerdings entspricht der Versuchscharakter mit seiner „Dramaturgie der Leerstellen“ ziemlich genau der Sprödigkeit und auch partiellen Verschlossenheit der Porträtierten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Quinka Stoehr
Buch
Quinka Stoehr
Kamera
Volker Tittel
Schnitt
Margot Neubert-Maric
Länge
84 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
„Ich werde immer ein leiser Mensch bleiben“, sagt Gisela Tuchtenhagen, ein Zitat, das Quinka F. Stoehr an den Schluss ihres Porträts setzt. Diese Selbsteinschätzung erklärt den Stil des Films: Die Kamerafrau und Regisseurin Gisela Tuchtenhagen, eine der wichtigen deutschen Dokumentaristinnen, wird nicht in langen Interviewpassagen vorgestellt; vielmehr versucht Stoehr, Situationen zu schaffen, in denen ihre Protagonistin auf Orte und Menschen ihres Lebens reagieren und die damit verbundenen Gefühle auch durch Blicke, Gesten oder beredtes Schweigen transparent machen kann. Eher schweigsam erkundet Tuchtenhagen etwa jenen Platz in der Nähe des norddeutschen Städtchens Salem, an dem vor 50 Jahren ein Kinderheim stand, in das sie von ihrer Mutter gebracht wurde und in dem sie sich gefangen fühlte. Auch während der Wiederbegegnung mit Paris, wohin sie mit 16 floh, bleibt sie zunächst zurückhaltend

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