Die zweigeteilte Frau

Drama | Frankreich/Deutschland 2007 | 115 Minuten

Regie: Claude Chabrol

Eine junge Moderatorin der Wettervorhersage in Lyon erliegt den Reizen eines älteren Schriftstellers, wendet sich dennoch aber einem jungen Industriellen-Erben zu, als sie erkennt, dass der Autor ihretwegen seine Frau nie verlassen wird. Weil zwischen den Männern eine ausgewachsene Intimfeindschaft besteht, gerät sie zwischen die Fronten. Im Milieu der gehobenen Bourgeoisie angesiedelter, routiniert inszenierter Film, der die einzelnen Charaktere und ihre Motivationen zu keinem schlüssigen Ganzen zusammenfügt, sodass vieles nur Behauptung bleibt. Auch der karikaturhaft-überzeichnete Erbe ist mitunter zwar amüsant, aber keine ernstzunehmende Figur. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA FILLE COUPÉE EN DEUX
Produktionsland
Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Claude Chabrol
Buch
Claude Chabrol · Cécile Maistre
Kamera
Eduardo Serra
Musik
Matthieu Chabrol
Schnitt
Monique Fardoulis
Darsteller
Ludivine Sagnier (Gabrielle Deneige) · Benoît Magimel (Paul Gaudens) · François Berléand (Charles Saint-Denis) · Mathilda May (Capucine Jamet) · Caroline Sihol (Geneviève Gaudens)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Concorde/Eurovideo (16:9, 1.85:1, DD5.1 frz./dt., dts dt.)
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Diskussion
Es beginnt mit einer Irreführung: eine Autofahrt, in blutrotes Licht getaucht, dazu Musik von Puccini. Der Weg scheint in eine märchenhafte, romantische Welt zu führen, doch dann wird abrupt das Autoradio abgeschaltet, und man landet etwas unsanft in der Realität, vor einem herrschaftlichen Anwesen. Damit bringt Claude Chabrol in diesen ersten Minuten auf den Tisch, was die nun folgende Geschichte ausmacht – die Erfahrung der Täuschung; Leidenschaft und ein Verbrechen. Das alles spielt sich in Chabrols bevorzugtem Milieu ab, der gehobenen Bourgeoisie. Seit Jahrzehnten schon erweitert der französische Regisseur sein Lieblingssujet geradezu beharrlich immer wieder um neue Beobachtungen, und man wundert sich gelegentlich, dass er das Interesse an dieser Gesellschaftsschicht noch immer nicht verloren hat. In „Die zweigeteilte Frau“ treten zwei sehr unterschiedliche bürgerliche Klassen in Konkurrenz. Zum

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