Control (2007)

Biopic | Großbritannien/USA/Australien/Japan 2007 | 125 Minuten

Regie: Anton Corbijn

Leben, Lieben und Sterben des Post-Punk-Musikers Ian Curtis, dem Sänger der Band "Joy Division". Beruhend auf den Erinnerungen von Curtis' Witwe, versucht sich der Film an einer Entmystifizierung des charismatischen Stars, verliert sich aber in der Reihung von Fakten und kommt letztlich weder dem Sänger noch der Bedeutung seiner Band überzeugend nah. Ein durchaus eingängiger, traurig-melancholischer Film, der aber keine allzu tiefgreifende Auseinandersetzung wagt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CONTROL
Produktionsland
Großbritannien/USA/Australien/Japan
Produktionsjahr
2007
Regie
Anton Corbijn
Buch
Matt Greenhalgh
Kamera
Martin Ruhe
Musik
Joy Division · New Order
Schnitt
Andrew Hulme
Darsteller
Samantha Morton (Deborah Curtis) · Sam Riley (Ian Curtis) · Alexandra Maria Lara (Annik Honoré) · Joe Anderson (Peter Hook) · Toby Kebbell (Rob Gretton)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Musikfilm

Heimkino

Die Extras sämtlicher Editionen umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs. Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem die üblichen, kaum bemerkenswerten Extras. Die BD ist in Bezug auf das Bonusmaterial weitgehend mit der Special Edition identisch.

Verleih DVD
Capelight (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
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Diskussion
Begann das Filmjahr 2007 hierzulande mit Gus Van Sants reflektierter, überzeugend zwischen Nähe und Distanz changierender Meditation über die letzten Tage im Leben eines Popmusikers („Last Days“), dessen Ähnlichkeit mit Kurt Cobain unübersehbar war, so beginnt 2008 mit „Control“, dem bereits heftig diskutierten Biopic über die letzten Jahre des Ian Curtis, des legendären Sängers der Post-Punk-Band Joy Division, der im Mai 1980 23-jährig Selbstmord beging. Wie Cobain ist Curtis einer jener wenigen Rock’n’Roll-Toten, die nicht den Drogen- oder Unfalltod starben, sondern gerade durch ihren „Freitod“ die Authentizität ihrer existenziell dringlichen Kunst bezeugten. So eine der vielen Legenden, die sich um Curtis und seinen frühen Tod ranken. Mag sein, dass der Star-Fotograf Anton Corbijn, der sich seinerzeit wegen der Musik von Joy Division nach England aufmachte und mit Fotos der Band seine eigene Karriere begründete, mit seinem Spielfilmdebüt der Mythenbildung um Curtis entgegenarbeiten wollte; jedenfalls führt er entschieden Curtis’ Kunst auf dessen ganz persönliches Schicksal zurück, bis kein Raum mehr bleibt für Überhöhungen und Verallgemeinerungen. „Control“ basiert auf den Erinnerungen, die Curtis’ Witwe Deborah vor ein paar Jahren unter dem Titel „Touching From A Distance“ veröffentlichte und die geprägt sind von der großen emotionalen Distanz zwischen dem depressiven Sänger und seiner jung geheirateten Jugendliebe, mit der er auch früh ein

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