Märzmelodie

Komödie | Deutschland 2007 | 96 Minuten

Regie: Martin Walz

Eine "melodische Liebeskomödie", in der bekannte ältere und neuere deutsche Songs, Schlager und Schnulzen mit Witz und Gespür eingesetzt werden, um die jeweilige Seelenlage der Figuren auf den Punkt zu bringen. Die konventionelle dreifache Liebesgeschichte dreht sich ums Sich-Finden, Verlieren und Wiederfinden von drei jungen Paaren, darunter ein arbeitsloser Schauspieler und eine von ihrem Beruf überforderte Lehrerin, die (lippensynchron) dem Überschwang ihrer Gefühle in einem Potpourri aus sieben Jahrzehnten deutscher Schlagergeschichte Luft machen. Hymnisch-expressiv, charmant und oft sehr witzig, gelingt dem Film eine unterhaltsame Gratwanderung zwischen Kitsch und Tiefgang. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Martin Walz
Buch
Martin Walz
Kamera
Matthias Fleischer
Musik
Emil Viklicky
Schnitt
Simone Klier
Darsteller
Alexandra Neldel (Anna Brokate) · Jan Henrik Stahlberg (Thilo Kranz) · Gode Benedix (Moritz) · Inga Busch (Valeria) · Gedeon Burkhard (Florian)
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Komödie | Liebesfilm | Musikfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Cutterin, den Kurzfilm "Die Spielerfrauen" von Martin Walz sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen. Die im Film verwendeten Lieder: Bettina Wegner - Als ich jünger war Rio Reiser - Geld Bodo Wartke - Grässlich vergesslich Nena - Todmüde Chill Factor feat. Esther Cowens - Wieder da Die drei Travellers - Mich hat's erwischt Gitte Hænning - Ernsthaft Willi Forst - Ich liebe dich und kenn dich nicht Dota, die Kleingeldprinzessin & die Stadtpiraten - Neues Liebeslied Klaus Lage - Du und der Blues Curt Bois - Ich kann nicht schlafen heut Nacht Zarah Leander - Nur nicht aus Liebe weinen Westernhagen - Lieben werd' ich dich nie Element of Crime - Seit der Himmel Gitte Hænning - Dann kamst Du Petra Pascal - Wie das Glas in meiner Hand Bernd Apitz - Deine Augen sind zu schön für Tränen Nico Suave - Vergesslich Ton Steine Scherben - Halt dich an deiner Liebe fest Nikko Weidemann feat. Chill Factor - Dann geht man los Udo Lindenberg & das Panik-Orchester - Bis an das Ende der Welt Annett Louisan - Die Lüge Wise Guys - Sonnencremeküsse

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Der deutsche Film und der populäre Schlager: Das hat eine lange gemeinsame Tradition. Vom Charme und Esprit der frühen Tonfilm-Operetten („Die Drei von der Tankstelle“, „Der Kongress tanzt“) über die herzschmerz-kranken Melodramen mit Zarah Leander der 1930er-Jahre bis zu den naiv-albernen Schlagerfilmen aus „Opas Kino“, in denen Peter Alexander, Caterina Valente, Cornelia Froboess und die vielen anderen „Sternchen“ des deutschen Wirtschaftswunders aufmarschierten, ist es ein langer, hindernisreicher Weg zwischen Ambition und Ausdrucksarmut, gefühlstrunkener Verlorenheit und Alltagsverdrängung. Bei aller direkten oder indirekten ideologischen Vereinnahmung und oft fragwürdiger (propagandistischer) Beeinflussung wird häufig übersehen, wie mitreißend und schwungvoll man in Deutschland zuweilen mit Musik und Tanz, Melodik und kompositorischer Finesse umzugehen verstand – gewiss nicht schlechter

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