Die Schwester der Königin

Melodram | Großbritannien 2008 | 115 Minuten

Regie: Justin Chadwick

Aufwändiger Kostümfilm um die Schwestern Anne und Mary Boleyn. Nachdem sie von ihrer tugendhaften Schwester als Mätresse in der Gunst des englischen Königs Heinrich VIII. ausgestochen wurde, gelingt es Anne nachträglich, diesen so zu fesseln, dass er um ihretwillen die ihn liebende Mary verstößt, sich gegen den Willen des Papstes scheiden lässt und den Bruch der englischen mit der römisch-katholischen Kirche heraufbeschwört. Trotz hervorragender Darsteller verflacht das historische Sujet zum Melodram mit misogynen Untertönen, das die politischen Implikationen des Stoffs weitgehend ausblendet und in der Zeichnung der Rivalität zwischen den beiden Schwestern weibliches Machtstreben aburteilt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE OTHER BOLEYN GIRL
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2008
Regie
Justin Chadwick
Buch
Peter Morgan
Kamera
Kieran McGuigan
Musik
Paul Cantelon
Schnitt
Paul Knight · Carol Littleton
Darsteller
Natalie Portman (Anne Boleyn) · Scarlett Johansson (Mary Boleyn) · Eric Bana (Heinrich VIII.) · Kristin Scott Thomas (Lady Elizabeth) · Jim Sturgess (George Boleyn)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Melodram | Historienfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Alas my love, ye do me wrong/ To cast me off discourteously/ And I have loved you so long/ Delighting in your company...“ Die romantischen Verse des Liedes „Greensleeves“ sind längst zum britischen Volksgut avanciert. Angeblich stammen sie von Heinrich VIII., der als „Blaubart“ in die Geschichte eingegangen ist und sechs Ehefrauen verschlissen hat. Adressatin des Liebesliedes soll Anne Boleyn gewesen sein – die in Heinrichs Bett, dann auf dem Thron von England und im Jahr 1536 auf dem Schafott landete. Um die Ehe mit ihr eingehen zu können, hatte sich Heinrich 1533 trotz päpstlichen Verbots von seiner ersten Frau, Katharina von Aragon, scheiden lassen und damit den Bruch zwischen der englischen Kirche und Rom eingeleitet, der 1534 im „Act of Supremacy“ besiegelt wurde und den König zum Oberhaupt der Anglikanischen Kirche machte. Eine spektakuläre Geschichte, die Drehbuchautor Peter Morgan aufgreift und auf eine marginale historische Figur, Annes S

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