There Will Be Blood

- | USA 2007 | 158 Minuten

Regie: Paul Thomas Anderson

Ein amerikanischer Öl-Magnat legt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Grundstein zu seinem materiellen Glück, dem er alles andere opfern muss. Die Geschichte eines "Übermenschen", der repräsentativ für das philosophische Bewusstsein einer Nation steht, verdichtet sich zur nahezu klassischen Tragödie. Dabei nimmt die Romanverfilmung den amerikanischen Gründungsmythos ins Visier und macht die Wechselhaftigkeit zwischen Zivilisation und Barbarei augenfällig. Der Film schlägt in seiner visuellen, darstellerischen und auch musikalischen Wucht in Bann, kann dabei freilich nicht verbergen, dass jede Einstellung nach Größe und Schicksalhaftigkeit giert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THERE WILL BE BLOOD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2007
Regie
Paul Thomas Anderson
Buch
Paul Thomas Anderson
Kamera
Robert Elswit
Musik
Jonny Greenwood
Schnitt
Dylan Tichenor
Darsteller
Daniel Day-Lewis (Daniel Plainview) · Paul Franklin Dano (Eli Sunday) · Kevin J. O'Connor (Henry) · Ciarán Hinds (Fletcher) · Dillon Freasier (H.W.)
Länge
158 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Während die DVD keine erwähnenswerten Extras enthält, umfassen die Extras der BD zumindest ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (12 Min.) sowie den Stummfilm "Geschichte des Öls" (23 Min.) von 1923.

Verleih DVD
Walt Disney/Miramax (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Walt Disney (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl., dts dt., PCM engl.)
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Diskussion
Zu Beginn: Eine Viertelstunde ohne Dialog. Nur Bewegung, ein Fluss aus Zeit, Raum und Zeichen. Wagners Oper „Rheingold“ kommt einem in den Sinn, und wie sie zielt auch dieser Film auf nichts Geringeres als auf eine neue Mythologie. Im Zentrum steht ein Mann wie aus Stahl, voller Energie, aber innerlich fast zerrissen von der Kraft und Anstrengung, die es ihn kostet, sich selbst zusammenzuhalten. Der Unternehmer Daniel Plainview ist dieser Mann, um den sich Paul Thomas Andersons Adaption des 1927 geschriebenen Romans „Oil!“ von Upton Sinclair dreht. Daniel Plainview – was für ein sprechender Name! – will reich werden, weil er glaubt, dass sich alles andere nur auf dem Weg des Materiellen einstellt. Er sucht seine Reichtümer im Boden, mit harter Arbeit. Schweiß, Tränen und Blut sind sein Kapital, das er in den Minen des noch ein wenig wilden West

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