Drei Farben: Blau

Drama | Frankreich/Polen 1993 | 98 Minuten

Regie: Krzysztof Kieslowski

Erster Teil einer Trilogie: Nach dem Unfalltod von Mann und Tochter zieht sich eine Frau zurück, bricht mit ihrer Vergangenheit und will ihre Erinnerung hinter sich lassen. Doch das Leben erweist sich als zäher. Durch die Musik findet sie ihre Freiheit und eine Zukunft. Ein interessanter Film über das Leben, die Liebe, die Erinnerung und das Vergessen, doch viele der angesprochenen existenziellen Fragen treten hinter die opulente Ausstattung zurück, sind nur noch schemenhaft zu erkennen. Trotz der Schwächen ein Werk, das die Auseinandersetzung lohnt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
TROIS COULEURS: BLEU
Produktionsland
Frankreich/Polen
Produktionsjahr
1993
Regie
Krzysztof Kieslowski
Buch
Krzysztof Kieslowski · Krzysztof Piesiewicz · Agnieszka Holland · Edward Zebrowski · Slawomir Idziak
Kamera
Slawomir Idziak
Musik
Zbigniew Preisner
Schnitt
Jacques Witta
Darsteller
Juliette Binoche (Julie) · Benoît Régent (Olivier) · Florence Pernel (Sandrine) · Charlotte Véry (Lucille) · Hélène Vincent (Journalistin)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Gut 200 Jahre, nachdem die Französische Revolution der Welt eine neue Ordnung bescherte, erinnert sich der in Frankreich lebende und arbeitende Pole Krzysztof Kieslowski an die Schlagworte dieser Revolution - "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" -, die er verwirklicht glaubt, ordnet ihnen die Farben der französischen Trikolore - Blau, Weiß und Rot - zu und will diese Ideale in einer filmischen Trilogie mit neuen Inhalten und Interpretationsmöglichkeiten füllen.

"Blau" ist die Freiheit, eine Freiheit, die schmerzlich errungen werden will. Nach einem Autounfall, der das Leben ihres Mannes, eines gefeierten Komponisten, und der geliebten Tochter forderte, ist Julie aus der Bahn geworfen. Sie überlebt leicht verletzt, und da physischer Selbstmord für sie kein Weg ist, wählt sie den psychischen. Nach einer Liebesnacht mit einem Mitarbeiter ihres Mannes, ihrem Verehrer seit langem, zieht sie sich aus dem Leben zurück. Sie bietet ihr Landhaus zum Verkauf an, löst die Konten auf, kappt alle Kontakte zur Vergangenheit, verweigert sich den Medien und taucht in einer anonymen Pariser Wohnung unter. Zwischenzeitlich vernichtet sie noch die Partitur der "Europa-Hymne", die ihr Mann im Auftrag des Europarates komponiert hatte. Irgendwann taucht ein junger Mann auf, Zeuge des Unfalls, der eine Kette mit Kruzifix, ein Geschenk ihres Mannes

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