I'm Not There

Biopic | USA/Deutschland 2007 | 136 Minuten

Regie: Todd Haynes

Die filmische Biografie des künstlerischen Multi-Talents Bob Dylan, der sein öffentliches Erscheinungsbild seit Jahrzehnten stets neu erfindet und definiert. Der fesselnde Film versucht gar nicht erst, die multiple Künstlerpersönlichkeit zu erklären oder gar zu dekodieren, sondern nähert sich mit gleich sechs verschiedenen Darstellern einer enigmatischen Persönlichkeit an, ohne in deren Geheimnisse vordringen zu wollen. Auf vielfältige Weise lässt er vielmehr Stationen einer Karriere Revue passieren, wobei er bei aller Nähe zu seinem Protagonisten stets respektvoll Distanz wahrt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
I'M NOT THERE
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Todd Haynes
Buch
Todd Haynes · Oren Moverman
Kamera
Edward Lachman
Schnitt
Jay Rabinowitz
Darsteller
Christian Bale (Jack/Pastor John) · Cate Blanchett (Jude Quinn) · Marcus Carl Franklin (Woody Guthrie) · Richard Gere (Billy the Kid) · Heath Ledger (Robbie Clark)
Länge
136 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic

Heimkino

Die Extras der Standard Edition umfassen u.a. einen intelligenten Audiokommentar des Regisseurs. Die umfangreiche Special Edition (2 DVDs) enthält zudem ein Feature mit acht so im Film nicht verwendeten Szenen (21 Min.), eine Kurzdokumentation über das Entstehen des Soundtracks (21 Min.) sowie ein ausführliches Interview mit dem Regisseur (42 Min.).

Verleih DVD
Tobis/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Irgendwann in den 1970er-Jahren hat jemand an eine Wand geschmiert: „Clapton ist Gott.“ Doch darüber konnten die Jünger Bob Dylans schon damals nur müde lächeln. Wie ein Heiland wurde der Folk-Sänger auf der Bühne des Newport Festivals begrüßt – und vier Jahre später, nach seiner Konvertierung zur elektrischen Gitarre, als Judas seiner eigenen Kirche geschmäht. Heute erlebt man staunend Dylans Wiedergeburt auf allen Medienkanälen: als lebende Legende, Maler, Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis und natürlich als weißer Wal der jüngeren Musikgeschichte. So viele Biografen haben sich an Dylans Wandlungen die Zähne ausgebissen, dass Todd Haynes’ „I’m Not There“ beinahe wie eine Erleuchtung wirkt. Gleich sechs Schauspieler suchen in diesem Anti-Biopic nach ihrem Gegenstand und lassen dabei nicht einmal dessen Namen fallen. Auch das passt ins Bild der dylanschen Auferstehung: Du sollst Dir kein Bildnis machen. Der er

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