Freischwimmer

Drama | Deutschland 2007 | 115 Minuten

Regie: Andreas Kleinert

Der Mord an einem Gymnasiasten sorgt für Turbulenzen in einem westdeutschen Provinznest, durch die das nur scheinbar gutbürgerliche Milieu gehörig durcheinander gewirbelt wird. Die anachronistisch wirkende Kritik an der bundesdeutschen Spießigkeit nimmt durch einen reizvollen Genre-Mix und hochkarätige Darsteller für sich ein, bietet aber letztlich doch nur moralistisches Beweisführungstheater in Form einer Provinz-Groteske. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Andreas Kleinert
Buch
Thomas Wendrich
Kamera
Johann Feindt
Musik
Andreas Hoge
Schnitt
Gisela Zick
Darsteller
Frederick Lau (Rico Bartsch) · August Diehl (Martin Wegner) · Fritzi Haberlandt (Michaela Rammelow) · Dagmar Manzel (Anita Bartsch) · Alice Dwyer (Regina)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Novapool (16:9, 1.85:1, DD2.0 dt.)
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Diskussion
Wenn Regisseure einen radikalen Stilwechsel wagen, kann das befreiend wirken oder böse entgleisen. Im Fall von „Freischwimmer“ trifft beides zu. Über seinen ersten Kinofilm nach „Wege in die Nacht“ (fd 33 988) sagt Andreas Kleinert, er sei als „Polemik gegen einen schicken filmischen Realismuswahn“ gemeint und „gegen eine satte Gesellschaft, die davon überzeugt ist, dass sie ganz redlich funktioniert“. Das gibt einer verbittert zu Protokoll, der dem Realismus bereits huldigte, als dieser im deutschen Film noch gar nicht gefragt war, und zu einer Zeit von Sattheit spricht, in der sich die Gesellschaft zunehmend in Arm und Reich aufspaltet und die Verunsicherung über das Funktionieren des Staates wächst. Das Bild, das der Ostdeutsche Kleinert von einem Provinzkaff zeichne

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