Drama | Libanon/Frankreich 2006 | 83 Minuten

Regie: Michel Kammoun

Ein junger Libanese, der eigentlich nur die Nacht seines Lebens feiern will, wird in Beirut in einen Albtraum von Aggressionen und Gewalt verstrickt, der ihn beinahe selbst zum Täter werden lässt. Eine Allegorie auf eine durch den 15 Jahre zurückliegenden Bürgerkrieg traumatisierte Gesellschaft, die die Motivation ihrer Hauptfigur kaum nachvollziehbar erscheinen lässt. Der Film reiht aberwitzige Momente aneinander, ohne die beschworenen gesellschaftlichen Deformierungen wirklich augenfällig zu machen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FALAFEL
Produktionsland
Libanon/Frankreich
Produktionsjahr
2006
Regie
Michel Kammoun
Buch
Michel Kammoun
Kamera
Muriel Aboulrouss
Musik
Toufic Farroukh
Schnitt
Gladys Joujou
Darsteller
Elie Metri (Toufic) · Gabrielle Bou Rached (Yasmin) · Issam Bou Khaled (Abboudi) · Michel El Hourany (Nino) · Hiam Abou Chedid (Mutter)
Länge
83 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Toufic, ein gut aussehender Libanese Mitte 20 im Che-Guevara-Look, ist bereit, die Beiruter Nacht aufzumischen. Party ist angesagt, ein Treffen mit der begehrten Yasmin steht an, und auch sonst scheinen alle Möglichkeiten offen zu stehen. Bevor er sich aufs Moped schwingt, um mit einem der allgemeinen Aggressivität angepassten Fahrstil durch die Stadt zu rasen, verabschiedet er sich liebevoll von dem kleinen Bruder, mit dem er das Zimmer teilt. Doch die Nacht hält mehr für ihn bereit, als sein weitgehend hedonistisch ausgerichtetes Wesen verkraften wird. Schon die Begegnung mit einem kryptisch philosophierenden Falafel-Verkäufer, der ihm rät, aus der heißen Pfanne zu springen, hätte nachdenklich stimmen sollen, aber so weit ist

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