Friedliche Zeiten

Komödie | Deutschland 2008 | 98 Minuten

Regie: Neele Vollmar

Nach ihrer Flucht aus der DDR hat sich eine fünfköpfige Familie Anfang der 1960er-Jahre mehr schlecht als recht im Westen eingerichtet, wobei die Frau immer wieder die Ängste und Sorgen ihrer drei Kinder schürt. Dies führt schließlich zur Trennung der Eltern und zum Versuch des Nachwuchses, die Ehe wieder zu kitten. Eine detailfreudig ausgestattete Familienkomödie, für die das bewegte Zeitgeschehen vor allem wehmütiges Kolorit ist. Das solide gespielte Nostalgie-Kino zeigt selbst Hässliches durch den milden Schleier des Erinnerns. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2008
Regie
Neele Vollmar
Buch
Ruth Toma
Kamera
Pascal Schmit
Musik
Oliver Thiede
Schnitt
Florian Drechsler
Darsteller
Katharina M. Schubert (Irene Striesow) · Oliver Stokowski (Dieter Striesow) · Nina Monka (Ute Striesow) · Leonie Charlotte Brill (Wasa Striesow) · Tamino Wecker (Flori Striesow)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Komödie

Diskussion
„Es war einmal im wirklichen Leben...“ Nach dieser Erfolgsformel, die historisches Geschehen von märchenhaften Erinnerungen weichzeichnen lässt, funktioniert nostalgisches Kino. Die US-Fernsehserie „Wunderbare Jahre“ und ihre zahlreichen Nachfolger, aber auch mythologisierende Kinoschinken wie „Das Wunder von Bern“ (fd 36 169) liefern dafür Blaupausen, von denen sich Regisseurin Neele Leana Vollmer für ihren tragikomischen Spielfilm „Friedliche Zeiten“ inspirieren ließ. Wer allerdings der ostalgischen Vergangenheitsverklärung, die in den letzten Jahren die Kinolandschaft des wiedervereinigten Deutschlands überschwemmte, überdrüssig ist, dürfte „Friedliche Zeiten“ mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen. Denn der Film spielt zwar in der Bundesrepublik der 1960er-Jahre, erzählt aber von einer F

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