The Libertine

Literaturverfilmung | Großbritannien 2004 | 109 Minuten

Regie: Laurence Dunmore

Verfilmung eines Bühnenstücks über den britischen Schriftsteller John Wilmont, der Ende des 17. Jahrhunderts 33-jährig an den Folgen seines ausschweifenden Lebensstils starb. Eine suggestive Künstlertragödie als beziehungsreiches Porträt, zugleich Zeitbild und zeitlose Reflexion über das Verhältnis von Künstler und Gesellschaft. Brillant gespielt, hervorragend inszeniert und von Michael Nyman kongenial vertont. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE LIBERTINE
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2004
Regie
Laurence Dunmore
Buch
Stephen Jeffreys
Kamera
Alexander Melman
Musik
Michael Nyman
Schnitt
Jill Bilcock
Darsteller
Johnny Depp (Rochester) · Paul Ritter (Chiffinch) · John Malkovich (Charles II.) · Samantha Morton (Elizabeth Barry) · Stanley Townsend (Keown)
Länge
109 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Literaturverfilmung

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
VCL (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.) Koch Media
Verleih Blu-ray
Koch Media
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Diskussion

Man wird ihn nicht mögen, warnt John Wilmot, Earl of Rochester, in einem Prolog. Dieser „Libertine“ ist eine Mischung aus impertinentem Wüstling à la Lord Lovelace aus Richardsons „Clarissa“, Don Giovanni und byroneskem Genie – und eine Figur, die sich in ihrer radikalen, selbstzerstörerischen Auflehnung gegen jede von außen abgeforderte Verformung der eigenen Person wunderbar ins Œuvre des notorischen Außenseiters Johnny Depp einfügt. Die Verfilmung von Stephen Jeffreys Bühnenstück zeichnet den Niedergang des verrufenen Aristokraten nach, der im England der Restaurationszeit mit einer Reihe obszöner, satirischer Texte den König gegen sich aufbrachte – also in der Phase nach dem Tode Cromwells in der zweiten Hälfte des 17.

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