Im Winter ein Jahr

Melodram | Deutschland 2008 | 128 Minuten

Regie: Caroline Link

Ein Jahr nach dem Tod eines 19-Jährigen enthüllen sich hinter der Fassade einer gut situierten Familie Spannungen, Krisen und unverarbeitete Trauer. Die Mutter bittet einen berühmten Maler um ein Porträt des Verstorbenen mit seiner zwei Jahre älteren Schwester, die in dem älteren Maler einen väterlichen Freund findet, der ihr Halt und Lebensperspektive gibt. Melodram, das sich erfolgreich um intelligentes, kompositorisch reiches Gefühlskino bemüht. Die Krisensituation der Protagonisten leuchtet als Widerschein einer metaphysischen Verlorenheit auf, wobei sich das Motiv von der heilsamen Kraft der Kunst vielfältig Bahn bricht. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2008
Regie
Caroline Link
Buch
Caroline Link
Kamera
Bella Halben
Musik
Niki Reiser
Schnitt
Patricia Rommel
Darsteller
Karoline Herfurth (Lilli Richter) · Josef Bierbichler (Max Hollander) · Corinna Harfouch (Eliane Richter) · Hanns Zischler (Thomas Richter) · Cyril Sjöström (Alexander Richter)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Melodram

Heimkino

Die DVD enthält eine deutsche Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Regisseurin und ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Constantin/Highlight (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Man hört ein ruhiges Atmen, das einer schlafenden Person; man erkennt Haut, Haare, Teile eines friedlich ruhenden Körpers. Eine Ahnung von Harmonie liegt über dieser sehr sinnlich komponierten Eingangsmontage, in der sich der Frauenkörper allmählich mit einem anderen, einem männlichen Körper überlappt. Dann erwacht die junge Frau, Lilli, aus dem Schlaf, beobachtet durchs Fenster ihren Bruder, Alex, der im Garten selbstversunken im ersten fallenden Schnee tanzt. Es sind dies lediglich Erinnerungsbilder. Wenn die Handlung einsetzt, ist der 19-jährige Alex bereits seit einem Jahr tot. Die Mutter wird von einem tragischen Jagdunfall reden, Lilli später von einem ihr unerklärlichen Selbstmord. Durch Alex’ Tod ist das Familienideal zerbrochen; eine von großem Wohlstand und viel „Stilsicherheit“ geprägte Daseinsidylle, um deren Bestand alle Beteiligten seitdem verzweifelt ringen: Mutter Eliane, er

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