Australia (2008)

- | Australien/USA 2008 | 165 Minuten

Regie: Baz Luhrmann

Eine englische Aristokratin reist 1939 nach Australien, wo sie sich nach dem Tod ihres Mannes um dessen im Hinterland gelegene Ranch kümmern muss. Um den vom Ruin bedrohten Besitz zu retten, lässt sie 1.500 Rinder durch unwegsame Berge und Wüsten zum Verkauf in die Hafenstadt Darwin treiben, wo bei ihrer Ankunft ein verheerender Bombenangriff der Japaner stattfindet. Die fatale Rassenpolitik der australischen Regierung gibt den roten Faden in dieser ausufernd langen Geschichte ab. Der australische Regisseur Baz Luhrmann inszenierte eine Kino-Oper in drei Akten als Imitation klassischer Hollywood-Vorbilder, die jedoch mehr grandios als großartig wirkt und eine emotionale Ausstrahlung weitgehend vermissen lässt. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
AUSTRALIA
Produktionsland
Australien/USA
Produktionsjahr
2008
Regie
Baz Luhrmann
Buch
Baz Luhrmann · Stuart Beattie · Ronald Harwood · Richard Flanagan
Kamera
Mandy Walker
Musik
David Hirschfelder
Schnitt
Dody Dorn · Michael McCusker
Darsteller
Nicole Kidman (Lady Sarah Ashley) · Hugh Jackman (Drover) · David Wenham (Neil Fletcher) · Bryan Brown (King Carney) · Jack Thompson (Kipling Flynn)
Länge
165 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit zwei im Film nicht verwendeten Szenen (3 Min.). Die BD enthält zudem ein sehr ausführliches "Making Of" (70 Min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HD engl., dts dt.)
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Diskussion
Wer „Strictly Ballroom“ (fd 29 869), „William Shakespeares Romeo & Julia“ (fd 32 429) und „Moulin Rouge“ (fd 35 084) gesehen hat, der weiß, dass Baz Luhrmann ein Regisseur ist, der theatralische Effekte und stilisierte Charaktere bevorzugt. Seine Filme sind Kino-Opern. So auch „Australia“: eine Oper in drei Akten. Erster Akt: Western, zweiter Akt: Melodram, dritter Akt: Kriegsfilm. Und schließlich als Epilog das Happy End, um das Luhrmann am längsten gerungen hat: Sechs verschiedene Versionen hatte er entworfen. Mit „Australia“ wollte sich Luhrmann einen lange gehegten Wunsch erfüllen, nämlich ein Epos über seinen heimatlichen Kontinent auf die Leinwand zu bringen. Man kann ihm deshalb kaum verdenken, dass er alles in den Film hineingestopft hat, was Einheimische und Fremdlinge als „australisch“ betrachten: vom sonnenverbrannten Hinterland, Kängurus und pechschwarzen Ureinwohnern bis zu den das Land noch heute belastenden Gewissensbissen einer aus englischen Strafgefangenen rekrutierten Bevölkerung. Luhrmann hat stets seine Verehrung von Filmen wie „Vom Winde verweht“ (fd 2 293) und „Lawrence von Arabien“ (fd 11 864) bekannt, und man war darauf gefasst, ein üppiges Gemälde voller überbordender Details vorzufinden.

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