So finster die Nacht

Drama | Schweden 2008 | 114 Minuten

Regie: Tomas Alfredson

Ein Junge, der von seinen Mitschülern terrorisiert wird, begegnet auf dem Hof seines Wohnblocks einem seltsamen Mädchen. Die neue Nachbarin erweist sich als Vampir, dem ein älterer "Beschützer" menschliche Nahrung beschafft. Zwischen ihr und dem Jungen entwickelt sich eine Beziehung, in der der Außenseiter zwar Anschluss und Schutz findet, die ihn aber auch in neue Abhängigkeit führt. Düsteres Horror-Drama, das trotz der jugendlichen Protagonisten keine kindgerechte Schauerromantik, sondern eine Fabel für Erwachsene erzählt und um Opfer-Täter-Dynamik, Wut und Einsamkeit kreist. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LÅT DEN RÄTTE KOMMA IN
Produktionsland
Schweden
Produktionsjahr
2008
Regie
Tomas Alfredson
Buch
John Ajvide Lindqvist
Kamera
Hoyte van Hoytema
Musik
Johan Söderqvist
Schnitt
Tomas Alfredson · Dino Jonsäter
Darsteller
Kåre Hedebrant (Oskar) · Lina Leandersson (Eli) · Per Ragnar (Håkan) · Henrik Dahl (Erik) · Karin Bergquist (Yvonne)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16 (DVD)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Horror | Literaturverfilmung | Vampirfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren, wahlweise schwedischen oder englischen Audiokommentar von Tomas Alfredson & John A. Lindquist und ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (6 Min.).

Verleih DVD
MFA (16:9, 2.35:1, DD5.1 swe./dt.)
Verleih Blu-ray
MFA (16:9, 2.35:1, DTrueHD swe./dt.)
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Diskussion
Vampire haben schon im Erwachsenenstadium etwas Tragisches an sich: Gefangen in einer unvergänglichen Hülle, blickt ein alternder Geist auf den nächtlichen Weltenlauf, von dem er schon zu viel sah, als dass er seine Unschuld behalten könnte. Wie verloren sich allerdings ein unsterbliches Wesen im Körper eines Kindes fühlen muss und welche tragischen Konsequenzen das für seine Umwelt haben kann, hatte schon Kirsten Dunst in „Interview mit einem Vampir“ (fd 31 089) gezeigt. Auch „So finster die Nacht“ entfernt sich von der verklärt-kindgerechten Schauerromantik des „Kleinen Vampirs“ Rüdiger. Eli heißt das schwarzhaarige Mädchen mit den großen hungrigen Augen und dem etwas seltsamen Körpergeruch, das eines eisigen Abends im Hemdchen auf dem Innenhof von Oskars Wohnblock auftaucht und verkündet, dass sie niemals Freunde sein können. Für Oskar ist das nichts Neues, schließlich wird der zwölfjährige Außenseiter in der Schule täglich bis aufs Blut gequält. Das Scheidungskind leidet, flüchtet sich in Gewaltfantasien. „Schrei, s

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