The International

Thriller | USA/Deutschland 2008 | 118 Minuten

Regie: Tom Tykwer

Ein einsamer Interpol-Agent ermittelt in einem Fall, bei dem es um die Verbindung von Mafia-Geldern, Finanzmarkt, Banken und Waffenhandel geht. Dabei wird er nicht nur mit Mord und Korruption konfrontiert, sondern gerät selbst an die Grenzen rechtsstaatlicher Mittel. Der atmosphärisch dichte Thriller setzt sich kritisch mit der globalen Verquickung von Politik und Finanzmarkt auseinander, wobei er die filmischen Erzählmittel meisterlich nutzt. Die Inszenierung bleibt in der Gestaltung furioser Actionsequenzen stets realitätsnah und verweist glaubwürdig auf die existenzielle Einsicht, dass keiner ganz ohne Schuld ist. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE INTERNATIONAL
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2008
Regie
Tom Tykwer
Buch
Eric Warren Singer
Kamera
Frank Griebe
Musik
Reinhold Heil · Johnny Klimek · Tom Tykwer
Schnitt
Mathilde Bonnefoy
Darsteller
Clive Owen (Louis Salinger) · Naomi Watts (Eleanor Whitman) · Armin Mueller-Stahl (Wilhelm Wexler) · James Rebhorn (Arnie Goodwin) · Ulrich Thomsen (Jonas Skarssen)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen sehr informativen deutschen Audiokommentar des Regisseurs Tom Tykwer, des Kameramanns Frank Griebe und der Cutterin Mathilde Bonnefoy, einen englischen, dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs und des Drehbuchautors Eric Singer sowie ein Feature mit einer so im Film nicht verwendeten Szenen (10 Min.). Die BD besitzt zudem ein "Bild-im-Bild"-Feature, das das Einblenden von Zusatzinformationen in Wort und Bild in den laufenden Film ermöglicht. Die BD ist mit dem Silberling 2009 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Sony (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Sony (16:9, 2.35:1, DTruHD engl./dt.)
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Diskussion
Ein Blick ins Gesicht eines Mannes. Zwei andere Männer in einer parkenden Luxuslimousine. Sie tauschen kurze, präzis informierende Sätze aus; es geht um eine Bank und um Raketen. Im Hintergrund ist die Silhouette des Berliner Hauptbahnhofs erkennbar. Konspirativ wirkt die Atmosphäre von Anfang an. Einer der beiden steigt aus und telefoniert, geht zur Straße – und bricht dort unvermittelt zusammen. Ein Dritter, der ihn von fern beobachtet hat, eilt hinzu, kommt zu spät, wird dabei noch von einem Fahrradkurier über den Haufen gefahren. Diese ersten Minuten von „The International“ sind bereits ein Meisterstück jener dichten, präzisen, nie beliebigen, von ruhiger, klarer Hand geprägten Inszenierungskunst des Regisseurs Tom Tykwer. Es ist einfach ein kleiner unscheinbarer Mord, der auch zu einem Fernsehkrimi passen würde, hier aber die Ouvertüre bildet zu großem Kino, zu einem zeitgemäßen, dabei fast bescheiden anmutenden Thriller zwischen Anti-Globalisierungsthematik und Paranoia-Erfahrung. Die Szene führt vor, was Tykwer den ganzen Film über souverän durchhält: So weit es irgend geht, ist dies ein Film, in dem dem Zuschauer trotz komplizierter Zusammenhänge im Hinte

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