Milk (2008)

Biopic | USA 2008 | 128 Minuten

Regie: Gus Van Sant

Spielfilm über das Leben und die politische Karriere von Harvey Milk, der in den 1970er-Jahren zum ersten offen bekennenden homosexuellen Stadtverordneten der USA wurde, wenige Jahre später aber einem Attentat zum Opfer fiel. Das geschickt mit den Zeitebenen spielende Bio-Pic über eine charismatische Persönlichkeit, die den Idealismus der Gay-Rights-Bewegung mit politischem Pragmatismus verband. Durch den wechselseitigen Bezug von Privatem und Politischem entsteht nicht nur ein eindrucksvolles Zeitbild, sondern auch ein überzeugendes Porträt, das Milk nicht auf ein Podest hebt, ihm und anderen mutigen Aktivisten der 1970er-Jahre aber ein würdiges Denkmal setzt. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
MILK
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2008
Regie
Gus Van Sant
Buch
Dustin Lance Black
Kamera
Harris Savides
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Elliot Graham
Darsteller
Sean Penn (Harvey Milk) · Emile Hirsch (Cleve Jones) · Josh Brolin (Dan White) · Diego Luna (Jack Lira) · James Franco (Scott Smith)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Biopic

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (4 Min.).

Verleih DVD
Constantin/Highlight (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Constantin/Highlight (16:9, 1.85:1, dts-HD engl./dt.)
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Diskussion
Kann man einen absolut optimistischen Film über die Möglichkeiten gesellschaftlichen Wandels machen, an dessen Schluss der charismatische Protagonist stirbt? Wie in seiner „Todestrilogie“ („Gerry“, „Elephant“, fd 36 420, und „Last Days“, fd 37 428) wendet sich Gus Van Sant mit „Milk“ einmal mehr realen politischen Ereignissen zu, erzählt aber vergleichsweise konventionell eine bekannte, freilich recht unkonventionelle Geschichte. „Milk“ ist der prägnante Titel des Bio-Pics über die Geschichte von Harvey Milk, dem ersten bekennenden schwulen Stadtverordneten der USA, der es in den 1970er-Jahren als Gay-Aktivist in San Francisco zu überregionaler Berühmtheit (und politischer Wirkung) brachte, bevor er von seinem konservativen Politikerkollegen Dan White im November 1978 zusammen mit dem damaligen Bürgermeister George Muscone ermordet wurde. Gus Van Sant rekonstruiert Leben und Wirken des Bürgerrechtlers, erinnert an das unverdrossene Weitermachen trotz Wahlniederlagen, zeigt zudem, wie aus dem Vertreter der Gay Community und der Counter Culture der Castro Street allmählich ein strategisch denkender und handelnd

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