Gran Torino

Drama | USA/Australien 2008 | 116 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Ein alter ehemaliger Fließbandarbeiter lebt voller Vorurteile in einer Vorstadtsiedlung, die in der Hand eingewanderter Hmong-Asiaten ist. Belastet durch seine Erinnerungen an den Korea-Krieg, wird er mit einer örtlichen Gang konfrontiert und erntet die Dankbarkeit einer Hmong-Familie, wobei ihn sein Sinn für Integrität und Gerechtigkeit in einen Verteidiger der Wehrlosen verkehrt. Clint Eastwood lässt die bittere Geschichte weder im Porträt eines verbiesterten, sich selbst läuternden Mannes noch in einer emotionalen Rachegeschichte versanden. Vielmehr findet er zahlreiche Zwischentöne bis zur Selbstparodie, die sowohl die Hauptfigur als auch das soziale Umfeld zum Anfassen glaubhaft machen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GRAN TORINO
Produktionsland
USA/Australien
Produktionsjahr
2008
Regie
Clint Eastwood
Buch
Nick Schenk
Kamera
Tom Stern
Musik
Kyle Eastwood · Michael Stevens
Schnitt
Joel Cox · Gary D. Roach
Darsteller
Clint Eastwood (Walt Kowalski) · Christopher Carley (Pater Janovich) · Bee Vang (Thao) · Ahney Her (Sue Lor) · Brian Haley (Mitch Kowalski)
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die BD enthält eine allerdings nur englische Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DTrueHD engl., DD5.1 dt.)
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Ein Drama von und mit Clint Eastwood über einen alten Menschenfeind und Rassisten, der sich zum Schützer seiner asiatisch-stämmigen Nachbarn mausert

Diskussion
Dies ist ein koketter Film: Sein Protagonist spuckt in zwei Stunden so viele rassistisch angehauchte Schimpfwörter, dass es Unbehagen bereitet. Während etwa „Monster’s Ball“ (fd 35563) einen ähnlichen Typen einführte, um sein Weltbild zu erschüttern, bleibt sich der verrentete „Ford“-Arbeiter Walt Kowalski bis zuletzt weitgehend treu. Mehr noch, ihm wird demonstrativ die Absolution erteilt, wenn ein Subplot den skeptischen Katholiken widerwillig den letzten Wunsch seiner kürzlich verstorbenen Ehefrau erfüllen und zur Beichte gehen lässt. Dabei erfährt man, dass der knorrige Grantler in seinem Leben keine schlimmeren Sünden begangen hat, als bei einer Betriebsfeier eine Kollegin zu küssen und dem Finanzamt den mageren Gewinn eines Autoverkaufs zu verheimlichen. Kokett ist in gewisser Weise auch die Unbescheidenheit, mit der sich der Regisseur und Co-Produzent in den Mittelpunkt stellt. Clint Eastwood hat oft behauptet, dass er bei seinen Regiearbeiten nur dann vor der Kamera auftrete, wenn dies pragmatische Gründe erforderten. Doch hier ist ni

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