Reich mir deine Hand

- | Frankreich/Deutschland 2008 | 80 Minuten

Regie: Pascal-Alex Vincent

Als die 18-jährigen Zwillingsbrüder Antoine und Quentin vom Tod ihrer ihnen unbekannten Mutter erfahren, reisen sie per Anhalter von Frankreich nach Spanien, um am Begräbnis teilzunehmen. Aus latenter Rivalität entwickelt sich im Rahmen eines klassischen Road Movies ein schwerer Konflikt, der sich an der homosexuellen Orientierung des einen entzündet und zur dauerhaften Entzweiung führt. Ein anspielungsreiches Spielfilmdebüt, das kunstsinnig sein will, mit schwülstigen Bildern und einer erdrückenden Naturmetaphorik aber sein Thema überstrapaziert und zum reinen Kunstprodukt neigt.

Filmdaten

Originaltitel
DONNE-MOI LA MAIN
Produktionsland
Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
2008
Regie
Pascal-Alex Vincent
Buch
Pascal-Alex Vincent · Martin Drouot
Kamera
Alexis Kavyrchine
Musik
Tarwater
Schnitt
Dominique Petrot
Darsteller
Alexandre Carril (Antoine) · Victor Carril (Quentin) · Anaïs Demoustier (Clementine) · Samir Harrag (Hakim) · Katrin Saß (Dame im Zug)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12 (DVD)

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. den Kurzfilm "Die Abschlussprüfung".

Verleih DVD
Salzgeber (16:9, 1.78:1, DD2.0 frz./dt.)
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Diskussion
In aller Frühe brechen sie auf, Antoine und Quentin, ein Zwillingspaar. Sie verlassen klammheimlich die Bäckerei ihres Vaters, um am Begräbnis ihrer ihnen unbekannten Mutter in Spanien teilzunehmen. Den wahren Grund ihrer Reise erfährt man allerdings erst viel später. Sie zockeln hintereinander her, der eine hält sich am T-Shirt-Zipfel des anderen fest. Es geht über schnurgerade Nationalstraßen, später über verschlungene Landstraßen, dann folgen Waldwege. Immer unwegsamer wird das Gelände, bis sich die Brüder schließlich querfeldein durchschlagen müssen, ihr Ziel aber dennoch nicht aus den Augen verlieren – einen Friedhof in San Sebástian. Doch je länger die Reise dauert, desto mehr entfremden sie sich voneinander, zumindest vom brüderliches Spiegelbild. Der Abstand zwischen ihnen wird größer, die anfängliche Vertrautheit weicht Aggressionen; was sich anfangs als kameradschaftliche Rangelei darstellt, wächst sich zu heftigen Prüg

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