Biopic | Deutschland/Frankreich/VR China 2009 | 134 (TV 172) Minuten

Regie: Florian Gallenberger

Die authentische Geschichte des Hamburger Kaufmanns John Rabe (1882-1950), der als deutscher Firmenrepräsentant in China im Dezember 1937 mit anderen Ausländern in Nanking eine Sicherheitszone einrichtete und während des japanisch-chinesischen Kriegs einen Großteil der Zivilbevölkerung schützte. Aufwändig inszeniertes, gut gespieltes Biopic als überlebensgroße Geschichte und packendes Epos, das Rabe freilich eher als ungebrochenen, eindimensionalen Helden zeichnet. Eine melodramatische Liebesgeschichte soll abseits des politischen Hintergrunds Gefühle hervorrufen, erweist sich aber als Konzession ans Unterhaltungskino. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
JOHN RABE
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/VR China
Produktionsjahr
2009
Regie
Florian Gallenberger
Buch
Florian Gallenberger
Kamera
Jürgen Jürges
Musik
Laurent Petitgirard · Annette Focks
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Ulrich Tukur (John Rabe) · Daniel Brühl (Dr. Georg Rosen) · Steve Buscemi (Dr. Robert Wilson) · Anne Consigny (Valérie Dupres) · Dagmar Manzel (Dora Rabe)
Länge
134 (TV 172) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic

Heimkino

Die umfangreichen Extras beinhalten u.a. einen Audiokommentar von Regisseur Florian Gallenberger und der Darsteller Ulrich Tukur, Daniel Brühl, Anne Consigny, Benjamin Herrmann und David Dietl. Des Weiteren ist enthalten: ein ausführliches "Making Of" (30 Min.) sowie ein kommentiertes Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.). Die Special Edition (2 DVDs) und die BD enthalten zudem die Dokumentation "John Rabe – der Retter mit dem Hakenkreuz" von Florian Hartung und Annette Baumeister. Die original Tonspur ist viersprachig und enthält deutsche, englische, japanische und kantonesische Passagen.

Verleih DVD
Majestic/Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt. & engl. & kanton. & jap./dt.)
Verleih Blu-ray
Majestic/Fox (16:9, 2.35:1, dts-HD dt. & engl. & kanton. & jap./dt.)
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Diskussion
Ein Stück unbekannter deutscher Geschichte: John Rabe (1882-1950), ein Kaufmann aus Hamburg, arbeitete von 1911 bis 1938 bei der Siemens China Co., einer Tochtergesellschaft des deutschen Siemens-Konzerns, die letzten sieben Jahre davon als Repräsentant der Firma in Nanking, der damaligen Hauptstadt Chinas. Im Dezember 1937, mitten im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg, richtete er mit anderen Ausländern in Nanking eine vier Quadratkilometer große Sicherheitszone ein, in der fast 250.000 Zivilisten Schutz fanden und mit Lebensmitteln und Medizin versorgt wurden. Die „New York Times“ prägte später das Schlagwort des „Oskar Schindlers Chinas“. In China wird John Rabe bis heute verehrt, in Deutschland hingegen geriet er in Vergessenheit. Erst die Veröffentlichung seiner Tagebücher im Dezember 1996 rückte ihn wieder ins öffentliche Bewusstsein, 2003 erfolgte eine Würdigung durch Bundespräsident Johannes Rau. Eigentlich sollte Rabe Ende 1937 auf Geheiß der Firmenleitu

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