The Messenger (2009)

Drama | USA 2009 | 113 Minuten

Regie: Oren Moverman

Ein Soldat muss die letzten Monate seiner Dienstzeit während des Irak-Kriegs an der "Heimatfront" ableisten und einen Vorgesetzten bei der Überbringung von Todesnachrichten an Hinterbliebene begleiten. Eine schmerzhaft intensive Auseinandersetzung mit den Kollateralschäden des Krieges sowie das überzeugende Psychogramm zweier Soldaten, die auch jenseits des Krisengebiets nicht zur friedlichen Normalität zurückfinden. Akribisch spürt der hervorragend gespielte Film den seelischen Schäden nach und entwirft in einer die Entfremdung spiegelnden Raumpoetik eindringlich das Bild einer Identitätskrise, in die der "Krieg gegen den Terror" die USA gestürzt hat. (Kinotipp der katholischen Filmkritik) - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE MESSENGER
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Oren Moverman
Buch
Oren Moverman · Alessandro Camon
Kamera
Bobby Bukowski
Musik
Nathan Larson
Schnitt
Alex Hall
Darsteller
Ben Foster (Will Montgomery) · Woody Harrelson (Captain Tony Stone) · Samantha Morton (Olivia Pitterson) · Jena Malone (Kelly) · Steve Buscemi (Dale Martin)
Länge
113 Minuten
Kinostart
03.06.2010
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Eine BD (ohne bemerkenswertes Bonusmaterial) ist nur in der Schweiz (Pecom) erschienen. Die Extras der DVD umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, des Produzenten Lawrence Inglee und der Darsteller Ben Foster und Woody Harrelson sowie das Drehbuch als pdf-Datei.

Verleih DVD
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
CH: Pecom Entertainment (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die Uniform muss makellos sitzen, die Haltung muss perfekt, die Formulierungen müssen klar und unmissverständlich sein. Man darf die Adressaten keinesfalls anfassen, es sei denn, ein medizinischer Notfall tritt ein. Manchmal werden sie auch ihrerseits handgreiflich. Der „Bote“, um den es in Oren Movermans Regiedebüt geht, bringt die schlimmste aller Nachrichten: die vom Tod eines geliebten Menschen. Sergeant Will Montgomery, ausgezeichnet wegen besonderer Tapferkeit, wird aufgrund der Folgen einer Verwundung nicht mehr zum Kriegseinsatz in den Irak zurückgeschickt, sondern muss die letzten Monate seines Militärdienstes an der Heimatfront als „Engel des Todes“ ableisten, der die Angehörigen zu verständigen hat, wenn ein Soldat bzw. eine Soldatin gefallen ist. Eine wichtige Aufgabe, wie ihm seine Vorgesetzten sagen; Will empfindet sie allerdings als Zumutung. Er wird dem in diesem undankbaren Gewerbe schon erfahrenen Captain Tony Stone zur Seite gestellt, der dem Neuling alle Regeln beibringt und akribisch auf deren Einhaltung pocht. Privat erweist er sich alle

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