Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt

Gangsterfilm | Frankreich/Kanada 2008 | 114 Minuten

Regie: Jean-François Richet

Erster Film eines Kino-Zweiteilers über den berüchtigten Bankräuber, Mörder und Ausbrecherkönig Jacques Mesrine, der durch seine im Gefängnis verfasste Autobiografie Kultstatus erlangte. 1979 wurde Mesrine in Paris erschossen. Das ausführliche Bio-Pic verzichtet in seiner Darstellung der Verbrecherkarriere auf eine psychologische Ausleuchtung der extrem geltungssüchtigen Hauptfigur wie auch auf eine Einordnung in den politischen Zeitkontext. Ein trotz drastischer Gewaltszenen weitgehend konventioneller Actionfilm, der eine Vielzahl von Ereignissen aneinanderreiht, ohne eine eigene Haltung zum Gezeigten zu wagen. (Zweiter Teil: "Public Enemy No. 1 - Todestrieb")

Filmdaten

Originaltitel
L' ENNEMI PUBLIC N° 1 | MESRINE: L'ENNEMI PUBLIC N° 1
Produktionsland
Frankreich/Kanada
Produktionsjahr
2008
Regie
Jean-François Richet
Buch
Abdel Raouf Dafri
Kamera
Robert Gantz
Musik
Marco Beltrami · Marcus Trumpp
Schnitt
Bill Pankow · Hervé Schneid
Darsteller
Vincent Cassel (Jacques Mesrine) · Cécile de France (Jeanne Schneider) · Gérard Depardieu (Guido) · Roy Dupuis (Jean-Paul Mercier) · Gilles Lellouche (Paul)
Länge
114 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Gangsterfilm

Heimkino

Der Film ist in der Leihfassung der Videotheken einzeln, in den Kauffassungen als DVD & BD nur als "Public Enemy No. 1-Doublefeature" erhältlich.

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum/UFA (16:9, 2.35:1, dts-HD frz./dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Am 2. November 1979 wird Jacques Mesrine von einem Kommando der Polizei in Paris auf offener Straße erschossen, besser gesagt: hingerichtet. Mesrine ist nicht irgendjemand, sondern der meistgesuchte Verbrecher Frankreichs. Er ist 42 Jahre alt und hat eine ungewöhnliche kriminelle Karriere als Mörder, Bankräuber, Entführer und Ausbrecherkönig auf zwei Kontinenten hinter sich. Der großspurige und selbstbewusste Mesrine verfasste 1977 im Gefängnis seine Autobiografie „Der Todestrieb“, in der er sich zu 39 Verbrechen bekannte. Das Buch und sein Selbstdarstellungsdrang machten Mesrine zu einer Art Popstar, die Autobiografie wurde auch in Deutschland zu einem Kultbuch. Nimmt man es heute wieder zur Hand, staunt man über die triviale Mischung aus Nietzscheanismus, anarchistischen Brosamen, Harte-Männer-Posen und lakonischer Küchenpsychologie. Um es mit Patti Smith zu sagen: „Outside the society that’s where I wanna be!“ Aber bitteschön immer mit „attitude“: „Was sah ich? Müde, traurige Gesichter; ich sah Menschen, die eine mies bezahlte Arbeit fertig machte; Menschen, die auf diese Arbeit angewiesen waren, um wenigstens genug zum Überleben zu haben; Menschen, die auf ewig zur Mittelmäßigkeit verdammt waren (...) Diese Menschen kennen ihre Zukunft, denn sie haben keine. Sie funktionieren wie Roboter; sie gehorchen den herrschenden Gesetzen mehr aus Angst als aus wirklicher Überzeugung. Sie s

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