Günesi Gördüm - Ich habe die Sonne gesehen

- | Türkei 2009 | 120 Minuten

Regie: Mahsun Kirmizigül

Bildgewaltige Saga über eine kurdische Familie, die durch die Kämpfe zwischen türkischer Armee und PKK-Guerilla sowie durch innere Konflikte zerrissen wird. Nach ihrer Zwangsevakuierung findet sich ein Teil von ihr in Istanbul wieder, ein Teil geht nach Norwegen. Das schicksalsträchtige Sittengemälde greift mit dem türkisch-kurdischen Konflikt und dem homosexuellen Coming-out eines Familienmitglieds zwei Tabu-Themen auf, die zwischen großformatigem Epos, bollywoodesker Farbenfreude und düsterer Landschaftsmalerei entfaltet werden. Mitunter an der Grenze zum Kitsch, verpackt der Film seine humanistische Botschaft publikumswirksam zwischen Pathos und "personal touch". (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GÜNESI GÖRDUM
Produktionsland
Türkei
Produktionsjahr
2009
Regie
Mahsun Kirmizigül
Buch
Mahsun Kirmizigül
Kamera
Soykut Turan
Musik
Yildiray Gürgen · Mahsun Kirmizigül
Schnitt
Hamdi Deniz
Darsteller
Mahsun Kirmizigül (Ramo) · Yildiz Kültür (Pakize) · Sarp Apak (Ahmet) · Bugra Gülsoy (Berat) · Ali Sürmeli (Nedim)
Länge
120 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
Von Teilen des türkischen Feuilletons wird er bereits als „neuer Yilmaz Güney“ gefeiert: Mahsun Kirmizigül, bis vor kurzem Popsänger, legte mit „Günesi Gördüm – Ich habe die Sonne gesehen“ seinen zweiten Spielfilm vor. Darin spricht er mit Schwulenhatz und kurdisch-türkischem Konflikt gleich zwei Tabu-Themen genauso direkt wie eindringlich an – und erreichte bis Anfang April 1,8 Millionen Zuschauer in der Türkei. Wochenlang lag sein Film auf Platz eins der türkischen Kino-Charts. Eine Erfolgsgeschichte, die mit der melodramatischen Verpackung der humanistischen Message genauso zusammenhängen dürfte wie mit Kirmizigüls bisheriger Karriere. Aufgewachsen in Diyarbakir, wurde der kurdische Sänger Ende der 1990er-Jahre mit seinen Arabesque-Songs, einer Musikrichtung, die leichten Pop mit orientalischen Motiven verbindet, populär. Sein Album „I did not fell down“ verkaufte sich 1998 zwei Millionen Mal. 2007 wechselte Kirmizigül ins Kinofach, die Cr

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