Die wundersame Welt der Waschkraft

Dokumentarfilm | Deutschland 2009 | 96 Minuten

Regie: Hans-Christian Schmid

Dokumentarfilm über eine Großwäscherei, die den Bedarf Berliner Luxushotels für Niedriglöhne in Polen reinigen lässt. Er fokussiert auf vier Arbeiterinnen und ihre Schwierigkeiten, trotz erschöpfender Schichtarbeit über die Runden zu kommen. Ohne festes Drehbuch entstanden, zehrt der Film von der fast familiären Nähe zu den Protagonistinnen; die Kehrseite davon sind allerdings Schwächen in der Argumentationsstruktur. So merkt man ihm zwar die Frustration angesichts der gezeigten Arbeitsbedingungen an, direkt formulierte kritische Hinterfragungen bleiben indes rar. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Hans-Christian Schmid
Buch
Hans-Christian Schmid
Kamera
Bogumil Godfrejów
Schnitt
Stefan Stabenow
Länge
96 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Dass der deutsche Wäschereibetrieb „Fliegel“ in der kleinen polnischen Grenzstadt Gryfin ein Werk betreibt, hat vor allem zwei Ursachen: billige Löhne und teure Hotels. Die teuren Hotels stehen in Berlin. Dort beginnt auch Hans-Christian Schmids Dokumentarfilm über die auf so „wundersame“ Weise globalisierte „Welt der Waschkraft“. Die gebrauchten Laken werden von Betten gezogen, Handtücher vom Boden geklaubt und lastwagenweise nach Polen gekarrt. Dort sind die Menschen – fast ausschließlich Frauen – bereit, für einen Niedriglohn zu arbeiten, der ihnen kaum ein Auskommen sichert. Pflichtschuldig ordnen sie sich dem Schichtsystem unter und treten zu unbezahlten Überstunden an. Schmid wundert und ärgert sich über diese Zustände. Das kann man dem Filmtitel

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