Eldorado (2008)

Drama | Belgien/Frankreich 2008 | 81 Minuten

Regie: Bouli Lanners

Ein stoischer Oldtimer-Händler nimmt sich eines jungen Streuners und Ex-Junkies an, nachdem er diesen bei einem Einbruch ertappt hat. Er begleitet den jungen Mann auf der Reise zu seiner Mutter an die belgisch-französische Grenze, wobei auf das ungleiche Paar viele skurrile Erlebnisse und Begegnungen warten. In bestechenden Landschaftpanoramen entfaltet sich der Film als lakonisch-existenzialistisches Road Movie um zwei Außenseiter, die jenseits des Unterwegs-Seins keinen rechten Platz in der Gesellschaft haben. Ohne Rührseligkeiten gelingt ein bewegender, zutiefst menschlicher Film. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ELDORADO
Produktionsland
Belgien/Frankreich
Produktionsjahr
2008
Regie
Bouli Lanners
Buch
Bouli Lanners
Kamera
Jean-Paul de Zaetijd
Musik
Koen Gisen · Renaud Mayeur · An Pierlé
Schnitt
Ewin Ryckaert
Darsteller
Bouli Lanners (Yvan) · Fabrice Adde (Elie) · Françoise Chichéry (Elies Mutter) · Philippe Nahon (Autosammler) · Didier Toupy (Nudist)
Länge
81 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Road Movie

Heimkino

Verleih DVD
Kool (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Ein Eldorado ist es wahrhaftig nicht, das Belgien des Bouli Lanners, das der dürre Streuner Elie und der wohlbeleibte Oldtimer-Händler Yvan bis zur französischen Grenze durchqueren. Das einzige, was in der wallonischen Landschaft noch goldgelb glänzt, sind die weiten Rapsfelder, eingefangen in bestechenden Scope-Totalen und rockig-westernesken Gitarrenklängen. Der belgische Regisseur und Drehbuchautor Lanners hat mit „Eldorado“ einen europäisierten Western und mit Elie und Yvan ein umgemodeltes „Laurel & Hardy“-Duo geschaffen, das lakonisch und mit unfreiwilligen Poesie-Anwandlungen dem schwarzen Humor seines gemächlichen Road Movies begegnet. Dabei verheißt schon die erste Begegnung der beiden einen für das Genre untypischen Stillstand: eine Patt-Situation, in der statt Spitzhacke und Revolver ein Kompott-Glas voller Münzgeld und ein Hockey-Schläger die Szenerie beherrschen. Völlig erschöpft und den Schläger griffbereit, lauert Yvan eines Feierabends vor se

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