No Time to Die

Komödie | Ghana/Deutschland 2007 | 90 Minuten

Regie: King Ampaw

Der Fahrer eines Leichenwagens findet wegen seines morbiden Gewerbes keine Ehefrau. Erst die Begegnung mit einer Kundin, deren Mutter beerdigt werden muss, mobilisiert Ritterlichkeit, Charme und List, die ihm helfen, das Herz der Schönen zu gewinnen. Allerdings hat diese noch einen eigensinnigen Vater, der die Verbindung nur über seine Leiche dulden will. Die romantische Komödie aus Ghana gewährt ebenso entspannt wie hintersinnig Einblicke in die Mentalität des Landes, dessen Bräuche und Traditionen eine vitale Kraft besitzen, auch wenn sich der Regisseur gleichzeitig kritische Spitzen gegen abergläubische Auswüchse erlaubt. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
L' ULTIME HOMMAGE
Produktionsland
Ghana/Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
King Ampaw
Buch
King Ampaw · Klaus Bädekerl
Kamera
Edwin Horak · Yao Ladzekpo
Musik
Ben Michael Mankhamba
Schnitt
Claudio di Mauro
Darsteller
David Dontoh (Asante) · Issifu Kassim (Issifu) · Agatha Ofori (Esi) · Kofi Bucknor (Owusu, Esis Vater) · Fritz Bafour (Asantes Chef)
Länge
90 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie

Diskussion
Die romantische Komödie ist nicht gerade das Genre, das einem zuerst einfällt, wenn man an „Afrika im Film“ denkt; näher liegt das fatalistische „TIA“ – „This is Africa!“ – aus dem Abenteuerfilm „Blood Diamond“ (fd 37 991), der, wie ein Gutteil westlicher Filme über Afrika, Not, Gewalt, politisches Chaos, Korruption und Ausbeutung auf dem Kontinent thematisiert. „No Time to Die“ führt zwar den Tod im Titel und gewährt ihm auch einiges an Gewicht in der Handlung, allerdings geht es in der ghanaisch-deutschen Co-Produktion nicht um ein Krisenszenario, sondern um afrikanische Normalität, in der gearbeitet und gefeiert, geliebt und gestorben wird. King Ampaw beleuchtet diesen Alltag gelassen und mit humorvollem Augenzwinkern. Erzählt wird entlang einer Liebesgeschichte mit Hindernissen, wobei allerdings viel Raum bleibt für Seitenblicke auf kulturelle Praktiken und Traditionen, deren Vitalität der Film feiert, allerdings nicht ohne einige kritisch-aufklärerische Spitzen gegen abergläubige Auswüchse. Im Mittelpunkt der Geschichte

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