The Edge of Love

Drama | Großbritannien 2008 | 110 Minuten

Regie: John Maybury

Drama um die Frauen im Leben des walisischen Dichters Dylan Thomas. Als er heiratet, bleibt ein enges Band zwischen ihm und seiner Jugendliebe bestehen; auch zwischen Ehefrau und ehemaliger Geliebter entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Während des Zweiten Weltkriegs, als der Ehemann der mittlerweile auch verheirateten Geliebten an die Front muss, gewinnt das Beziehungsgeflecht wieder an Brisanz. Stilistisch ambitioniertes Drama, das inhaltlich wie inszenatorisch jedoch unentschlossen zwischen Biopic, Liebes- und Kriegsdrama bzw. dem Porträt einer Frauenfreundschaft changiert. Trotz interessanter Ansätze in der Figurenzeichnung wirkt die Stilisierung eher disparat und dekorativ. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE EDGE OF LOVE
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2008
Regie
John Maybury
Buch
Sharman MacDonald
Kamera
Jonathan Freeman
Musik
Angelo Badalamenti
Schnitt
Emma E. Hickox
Darsteller
Keira Knightley (Vera Phillips) · Sienna Miller (Caitlin Thomas) · Cillian Murphy (William Killick) · Matthew Rhys (Dylan Thomas) · Simon Armstrong (Wilfred Hosgood)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras unfassen u.a. einen Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Darsteller Matthew Rhys sowie ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.).

Verleih DVD
Koch (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Koch (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
London im Zweiten Weltkrieg, die U-Bahnhöfe sind zu Luftschutzkellern umfunktioniert. Während Bomben auf die Stadt nieder hageln, hat die Sängerin Vera Phillips in einem dieser spärlich beleuchteten Keller einen geradezu surrealen Auftritt. Mit tiefroten Lippen und blumenkranzbehangen singt sie auf einer improvisierten Bühne „Blue Tahitian Moon“ – ein ebenso unwirkliches wie glamouröses Szenario, das nicht weiter weg sein könnte von der Realität des Krieges im Jahre 1941, die John Maybury durch dazwischen montierte Archivbilder dokumentiert. Der britische Regisseur ist für seine artifizielle, mitunter exzessive Bildsprache bekannt, für seine tiefe Skepsis und Ablehnung gegenüber einem Kino des Realismus. In den frühen 1980er-Jahren begann Maybury Filme über die Londoner Punk-Szene zu drehen, später arbeitete er bei mehreren Filmprojekten Derek Jarmans mit (u.a. als Cutter bei „The Last of England“, 1987) und drehte Musikvideos und Kurzfilme. Mit „Love is the Devil“ (fd 33 344), dem beeindruckenden Porträt des Malers Francis Bacon, wurde er sch

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