District 9

Science-Fiction | Südafrika/Neuseeland 2009 | 112 Minuten

Regie: Neill Blomkamp

Seit zwei Jahrzehnten leben über Johannesburg gestrandete Außerirdische als "Asylsuchende" im abgeschotteten Ghetto "District 9". Doch eine zunehmend feindlich gesinnte Gesellschaft will sich ihrer entledigen und beauftragt einen privatwirtschaftlichen Konzern mit ihrer Auslagerung vor die Tore der Stadt. Dieser ist aber mehr an den hochentwickelten Waffen der Aliens als an ihrem Wohlergehen interessiert. In Form eines "Mockumentarys" skizziert das grimmige Science-Fiction-Drama eine degenerierte Gesellschaft und verbindet seine dystopische Botschaft auf fesselnde Weise mit einem eindrücklichen, auf Realismus abzielenden "Look". - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DISTRICT 9
Produktionsland
Südafrika/Neuseeland
Produktionsjahr
2009
Regie
Neill Blomkamp
Buch
Neill Blomkamp · Terri Tatchell
Kamera
Trent Opaloch
Musik
Clinton Shorter
Schnitt
Julian Clarke
Darsteller
Sharlto Copley (Wikus) · David James (Koobus) · Jason Cope (Christopher Johnson) · Vanessa Haywood (Tania) · Nathalie Boltt (Sarah Livingstone)
Länge
112 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Science-Fiction

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen sehr aufschlußreichen, dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, ein Feature mit 22 im Film nicht verwendeten Szenen (23 Min.) sowie das nicht gerade überlange, aber sehr informative (dreiteilige) "Making Of": "Die Alien-Agenda: Protokoll eines Filmemachers, Kapitel 1: Das Konzept (8 Min.), Kapitel 2: Dreharbeiten (17 Min.), Kapitel 3: Nachbearbeitung (10 Min.). Die ausführlichere Blu-ray enthält zudem u.a. noch drei weitere Features (45 Min.) über Make-up, visuelle Effekte und die Improvisationsmöglichkeiten der Darsteller. Nur die BD Edition ist mit dem Silberling 2010 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Sony (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Sony (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Man schreibt das Jahr 1982: Ein kleines, schrumpeliges Wesen findet sich hilflos und allein drei Millionen Lichtjahre von Zuhause entfernt im Kinderzimmer eines kleinen Menschenkindes wieder und durchlebte eine dramatische Zeit des Bangens und Hoffens auf Verständnis und Zuwendung. Mit dem liebeswerten Besucher aus dem All formulierte Steven Spielberg in „E.T.“ (fd 23 743) eine Utopie: Das Alien als Freund, nicht als Feind. Bei aller technischen Überlegenheit begegnen nun auch die Außerirdischen in „District 9“ dem Menschen als hilfesuchende Gäste aus der Fremde, und auch hier findet der sensationelle Kontakt mit fremden Lebensformen in den 1980er-Jahren statt. Während bei Spielberg dieser Umstand verklärt und romantisiert wird, gibt es bei Neill Blomkamp kein Menschenkind, das stellvertretend für die ratlos und rabiat vorgehende menschliche Zivilisation das Inte

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