Der Solist

Drama | USA 2009 | 117 Minuten

Regie: Joe Wright

Die auf realen Personen und Ereignissen beruhende Geschichte eines an paranoider Schizophrenie leidenden, obdachlosen Straßenmusikanten, der einst als hoffnungsvolles Talent einer führenden amerikanischen Musikhochschule galt. Das Drama bedient vornehmlich einschlägige Publikumserwartungen und findet nie zu einem eigenen Stil oder einem inneren Zentrum. Auch die Leistung der Darsteller fällt letztlich der geringen Inspirationsfähigkeit von Buch und Regie zum Opfer. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
THE SOLOIST
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Joe Wright
Buch
Susannah Grant
Kamera
Seamus McGarvey
Musik
Dario Marianelli
Schnitt
Paul Tothill
Darsteller
Jamie Foxx (Nathaniel Ayers) · Robert Downey jr. (Steve Lopez) · Catherine Keener (Mary Weston) · Stephen Root (Curt Reynolds) · Lisa Gay Hamilton (Jennifer Ayers-Moore)
Länge
117 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama
Diskussion
Tut Ludwig van Beethoven für Los Angeles’ Skid Row, was die Musik von A.R. Rahman für Mumbais Armenviertel in „Slumdog Millionär“ (fd 39 177) getan hat? Die Antwort ist ein klares Nein. Das liegt weder an der Story des schizophrenen Musiktalents Nathaniel Ayers, die hier erzählt wird, und erst recht nicht an Beethoven. Es hat vielmehr damit zu tun, dass auch ein Filmemacher wie Joe Wright („Abbitte“, fd 38 431) nicht daran vorbeizukommen scheint, der Hollywood-Konvention ein Opfer nach dem anderen zu bringen. Auf Dauer ist das der Tod einer der bewegendsten Geschichten, deren sich die Studios in jüngster Zeit angenommen haben. Und die Musik, die eigentlich das Schicksal des Nathaniel Ayers auf eine höhere Ebene heben sollte, kann nichts daran ändern, weil sie nicht einmal genügend erfahrbar, geschweige denn sinnlich erlebbar wird. Hollywood besitzt eine lange Geschichte verunglückter Filme über Schizophrenie und eine ebenso lange Geschichte des Missbrauchs klassischer Musik als emotionale Krücke. In diese Tradition reiht sich

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