Mystery-Film | Deutschland 2009 | 103 Minuten

Regie: Anno Saul

Ein erfolgreicher Maler vernachlässigt Ehefrau und kleine Tochter, die bei einem Unfall ertrinkt. Fünf Jahre später durchschreitet der seelisch zerstörte, schwer an seiner Schuld tragende Mann eine magische Tür, die ihn in die Vergangenheit zurückführt. Nun kann er seine Tochter retten, gerät in der vermeintlich besseren „Anderswelt“ aber in fatale Verwicklungen. Spannender Mystery-Psycho-Thriller um Schuld und Sühne. Brüche in der Erzähllogik werden durch den hervorragenden Hauptdarsteller, suggestive Bilder sowie den präzisen Umgang mit Licht und Farben, Räumen und Klängen ausgeglichen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Anno Saul
Buch
Jan Berger
Kamera
Bella Halben
Musik
Fabian Römer
Schnitt
Andreas Radtke
Darsteller
Mads Mikkelsen (David Andernach) · Jessica Schwarz (Maja Andernach) · Valeria Eisenbart (Leonie Andernach) · Thomas Thieme (Siggi Butschma) · Tim Seyfi (Max Oelze)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Mystery-Film | Psychothriller

Heimkino

Verleih DVD
Leonine
Verleih Blu-ray
Leonine
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Eine magische Chance, noch einmal alles besser zu machen, entpuppt sich als trügerisch: Ein spannender Mystery-Psychothriller mit Mads Mikkelsen

Diskussion
Es ist ein klassisches, inzwischen fast schon etwas zu häufig erlebtes und doch immer wieder faszinierendes Motiv der Literatur und des Genrekinos: der Schritt durch rätselhafte Türen, Spiegel, Schränke oder sonstige magische Portale, der denjenigen, der ihn wagt, in parallele Welten oder andere Zeiten führt, die oft besser sind als jene, die man hinter sich gelassen hat. Meistens sind es einem Wunschtraum erwachsene Paralleluniversen, aus denen man später geläutert und gestärkt in die eigene Realität zurückkehrt; gelegentlich aber sind es auch dunkle Welten, die einen hinüber ziehen – mitunter sogar in den Tod, der einen mal sanft und tröstend vorbereitet („Rendezvous mit Joe Black“, fd 33 483), mal brachial durch Zeichen und Symbole auf sich aufmerksam macht wie in „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (fd 18 980), jener dystopischen Schauermär, die so deutlich an „Die Tür“ erinnert. Hier wie dort geht es um den Verlust der kleinen Tochter

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