Liebe Mauer

Komödie | Deutschland 2009 | 107 Minuten

Regie: Peter Timm

Eine Studentin verliebt sich im Herbst 1989 in Berlin in einen jungen DDR-Grenzsoldaten, der seinen "Friedensdienst" an der Mauer absolviert. Die beiden kommen sich im Osten der geteilten Stadt näher, bis er von der Stasi zum Spitzeldienst erpresst wird, während sie ins Fadenkreuz von CIA und westlichem Staatsschutz gerät. Ausstattungs- und Liebeskomödie voller turbulenter Wendungen und Camouflagen vor dem Hintergrund der sich politisch zuspitzenden Herbst-Ereignisse bis zum Fall der Mauer. Mal charmant, mal auch plakativ erzählt der Film spielerisch eine Genregeschichte mit einigen nachdenklichen Momenten, die im 9. November 1989 ihren gefühlvollen Kumulationspunkt finden. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Peter Timm
Buch
Peter Timm
Kamera
Achim Poulheim
Musik
Karim Sebastian Elias
Schnitt
Barbara Hennings
Darsteller
Felicitas Woll (Franzi) · Maxim Mehmet (Sascha) · Anna Fischer (Uschi) · Thomas Thieme (Stasi-Major Kutzner) · Karl Kranzkowski (Vater Kurt)
Länge
107 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Komödie

Diskussion
Für den Schriftsteller und Drehbuchautor Thomas Brussig („Sonnenallee“, fd 33 876) ist es klar: „Die DDR findet im Genrekino statt oder gar nicht mehr.“ Die Besonderheiten, Einmaligkeiten und Absurditäten der DDR müsse man für pralle Genrefilme nutzen, denn Kino sei weniger für eine differenzierte, historisch gerechte Sicht zuständig als für Tränen des Lachens und des Weinens. Dass eine solche Art der Fiktionalisierung funktionieren kann, hat vor exakt zehn Jahren Sebastian Peterson mit seinem subtil-amüsanten Debütfilm „Helden wie wir“ (fd 33 931) bewiesen – der Adaption eines Brussig-Romans. „Im Jahre Zehn des Mauerfalls verschleifen sich die inhaltlichen Besitzstände, kehren sich sogar um“, schrieb Claus Löser. „Offenbar ist die ‚innere Einheit‘ weiter fortgeschritten als bisweilen wahrgenommen.“ Heute, im Jahr Zwanzig des Mauerfalls, ist man um zahlreiche Kinofilme zur DDR-Vergangenheit und zur Wiedervereinigung weiter, vielleicht aber ni

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