Bright Star

Liebesfilm | Großbritannien/Australien/Frankreich 2009 | 119 Minuten

Regie: Jane Campion

Die Liebe des englischen Dichters und Romantikers John Keats (1795-1821) zu der Schneiderin Fanny Brawne. Dabei geht es um eine von sozialen Konventionen und wirtschaftlicher Not behinderte, auch von den Geschlechterrollen geprägte Beziehung, vor allem aber entwickelt sich der Film ohne melodramatische Verdichtungen in Anlehnung an Keats' Lyrik als eine flanierend-anmutige Reflexion über Kunst, Liebe und Schönheit. Gelegentlich wird die durch Gedichte strukturierte Handlung durch eine allzu betont kunstvolle Bildmetaphorik überhöht, jedoch findet der Film nicht zuletzt dank seiner überzeugenden Hauptdarstellerin immer wieder zu intensiven Momenten zurück. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BRIGHT STAR
Produktionsland
Großbritannien/Australien/Frankreich
Produktionsjahr
2009
Regie
Jane Campion
Buch
Jane Campion
Kamera
Greig Fraser
Musik
Mark Bradshaw
Schnitt
Alexandre de Franceschi
Darsteller
Abbie Cornish (Fanny Brawne) · Ben Whishaw (John Keats) · Paul Schneider (Charles Armitage Brown) · Kerry Fox (Mrs. Brawne) · Edie Martin (Toots)
Länge
119 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Liebesfilm
Diskussion
Es ist fast ein kleines Wunder, dass ein Film, der von den Beschränkungen der Liebe, von sozialen Skrupeln, ökonomischer Not und Krankheit erzählt, so leichtfüßig und schwebend daherkommt. Jane Campions neuer Film „Bright Star“, dessen Titel nach einem gleichnamigen Gedicht von John Keats benannt ist, funktioniert selbst wie ein romantisches Gedicht. Die Dramaturgie geht hier gänzlich eigene Wege; sie flaniert eher als dass sie voranschreitet und folgt dem Rhythmus von Keats’ lyrischen Meditationen. Und sie lässt sich dabei ausgiebig von der Sinnlichkeit und dem Ästhetizismus seiner Gedichte leiten. Wer der Erzählung über den romantischen Dichter Keats und seiner Liebe zu der Schneiderin Fanny Brawne also mit den Erwartungen an konventionelles Erzähl- oder Gefühlskino begegnet, wird „Bright Star“ vermutlich entsetzlich langweilig und lau finden. Viel passiert tatsächlich nicht in diesem

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