Das Kabinett des Dr. Parnassus

- | Großbritannien/Kanada/Frankreich 2009 | 122 Minuten

Regie: Terry Gilliam

Ein mit besonderen Imaginationskräften ausgestatteter Gaukler muss eine Wette mit einem teuflischen Widersacher gewinnen, um seine Tochter zu retten. Mit im Spiel ist ein geheimnisvoller Fremder, der sich als unerwarteter Joker entpuppt. Burlesk-surreales Epos um Schönheit sowie Tücken menschlicher Willens- und Gestaltungsfreiheit im Spannungsfeld von Gut und Böse, Traum und Realität. Der dramaturgisch mäandernde Film entfaltet sich als facetten- und beziehungsreiches Kaleidoskop, dessen fantasievolle Bildgewalt ebenso für sich einnimmt wie sein spielfreudiges Ensemble. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE IMAGINARIUM OF DOCTOR PARNASSUS
Produktionsland
Großbritannien/Kanada/Frankreich
Produktionsjahr
2009
Regie
Terry Gilliam
Buch
Terry Gilliam · Charles McKeown
Kamera
Nicola Pecorini
Musik
Jeff Danna · Mychael Danna
Schnitt
Mick Audsley
Darsteller
Heath Ledger (Tony) · Johnny Depp (Tony) · Colin Farrell (Tony) · Jude Law (Tony) · Christopher Plummer (Dr. Parnassus)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die umfangreichere indes nicht übermäßig überzeugende Special Edition (2 DVDs) und die BD enthalten, neben diverser Kurzfeatures zum Produktionsprozess, u.a. ein kommentiertes Feature mit einer im Film nicht verwendeten Szenen (4 Min.) sowie ein achtseitiges Booklet.

Verleih DVD
EuroVideo/Concorde (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
EuroVideo/Concorde (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
„Das hat etwas mit der Willensfreiheit zu tun“, antwortet das Große Wesen in „Time Bandits“ (fd 23 341), als der kleine Kevin ihm nach seiner Reise durch die Zeit die Frage stellt, warum es das Böse in der Welt gibt. Eine ziemlich vage Antwort, die Kevin und die anderen Helden von Terry-Gilliam-Filmen (nicht nur in „Time Bandits“) wohl kaum zufrieden stellen kann; sie wollen sich mit unheilvollen Zuständen nicht abfinden, sondern werden ihrerseits schöpferisch tätig, indem sie ihre eigenen Fantasiereiche errichten. Als glückliche Gegenwelten funktionieren diese trotzdem nicht, denn sie lassen sich von der Wirklichkeit nicht komplett abkoppeln. Es bleibt immer eine Spannung, die schmerzhaft an den Protagonisten zerrt – auf der einen Seite der Wahnsinn, auf der anderen die Hoffnung, dass doch noch – wie im Märchen – alles gut werden könnte. Das Kreisen um die „conditio humana“ in einer Welt, die eben nicht die beste aller

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