Nanga Parbat

Drama | Deutschland 2009 | 104 Minuten

Regie: Joseph Vilsmaier

Spielfilm um die gescheiterte Nanga-Parbat-Besteigung der Brüder Reinhold und Günther Messner im Jahr 1970, bei der der jüngere den Tod fand. Das bis heute in seinen Ursachen umstrittene Unglück wird aus zwei Perspektiven aufgerollt: aus der Sicht Reinhold Messners und der des im Basislager verbliebenen Expeditionsführers. Daraus entwickelt sich ein mäßig spannendes, breit ausgewalztes Schuldkomplex-Drama, dem zudem das inszenatorische Gespür für die imposante Landschaft des Hochgebirges abgeht. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Joseph Vilsmaier
Buch
Reinhard Klooss · Sven Severin
Kamera
Joseph Vilsmaier
Musik
Gustavo Santaolalla
Schnitt
Sandy Saffeels
Darsteller
Florian Stetter (Reinhold Messner) · Andreas Tobias (Günther Messner) · Karl Markovics (Dr. Karl Maria Herrligkoffer) · Steffen Schroeder (Felix Kuen) · Jule Ronstedt (Alice von Hobe)
Länge
104 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und Reinhold Messner sowie ein ausführliches "Making Of" (50 Min.). Die FSK-Freigabe "ab 12" der DVD bezieht sich auf das Bonusmaterial (Trailer etc.), der Film selbst hat eine Freigabe "ab 6". BD und DVD werden in der Schweiz von Frenetic Films vertrieben.

Verleih DVD
Senator/Universum & Frenetic Films (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Senator/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Am Fuß eines großen Bergs sitzen zwei Männer in einem Zelt. Sie sind erschöpft von den Strapazen und vielleicht auch von ihren Gefühlen. Dann stellt Werner Herzog seinem Gegenüber eine Frage, tastend, mitfühlend und zugleich unerbittlich. Wie es war, der eigenen Mutter sagen zu müssen, dass ihr Sohn, der eigene Bruder, gestorben ist? Statt einer Antwort bricht Reinhold Messner in Tränen aus, so plötzlich und ungeschminkt, dass es nicht nur ihn, sondern auch den Zuschauer im sicheren Dunkel schüttelt. In dieser kurzen Szene aus Werner Herzogs Dokumentarfilm „Gasherbrum – Der leuchtende Berg“ (1984) steckt das ganze Drama, von dem auch Joseph Vilsmaier in „Nanga Parbat“ erzählt: die Scham, die Schuld, die Schrecken des Himalaya. Allerdings fehlen Vilsmaiers Bergfilm alle Qualitäten, die Herzogs Inszenierung in sich vereint; eigene bringt der Regi

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