Historienfilm | Slowakei/Tschechien/Großbritannien/Ungarn 2008 | 135 Minuten

Regie: Juraj Jakubisko

Drastischer Historienfilm um die rumänische Gräfin Erzsébet Báthory, die im 16. Jahrhundert hunderte Jungfrauen ermordet haben soll, um in deren Blut zu baden. Die fiktionalisierte Biografie der legendären "Blutgräfin" dient freilich nur als "roter" Faden durch ein monumentales Epochengemälde, das das Barock-Jahrhundert als chaotisch-ausschweifende Zeit voller Intrigen, Kriege, Dekadenz und einer allgegenwärtigen Gewalt zeichnet. Blutige Splatter-Elemente und unfreiwillige Komik lassen das rauschhafte, mit Verve inszenierte Kostümdrama mitunter freilich auch wie spekulativen "Trash" erscheinen.

Filmdaten

Originaltitel
BATHORY
Produktionsland
Slowakei/Tschechien/Großbritannien/Ungarn
Produktionsjahr
2008
Regie
Juraj Jakubisko
Buch
Juraj Jakubisko
Kamera
Ján Duris
Musik
Simon Boswell
Schnitt
Chris Blunden
Darsteller
Anna Friel (Erzsébet Báthory) · Karel Roden (Juraj Thurzo) · Vincent Regan (Ferenc Nadasdy) · Hans Matheson (Caravaggio) · Deana Jakubisková-Horváthová (Darvulia)
Länge
135 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Historienfilm

Heimkino

Verleih DVD
MIG/EuroVideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
MIG/EuroVideo (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Ein Déjà vu: Die Geschichte der Gräfin Erzsebet Bathory (1560-1614) gibt einiges her. Gerade erst wurden Teile dieser Geschichte von Julie Delpy als ahistorisches Frauenporträt „Die Gräfin“ (fd 39 351) verfilmt. Der Legende nach soll die Gräfin Bathory im Blut unzähliger ermordeter Jungfrauen gebadet haben, um nicht zu altern. Historische Beweise fehlen dafür allerdings. Bei Delpy wurde die Gräfin in feministischer Lesart zu Täterin und Opfer zugleich; eine Frau, die sich gegen die bigotten kirchlichen und politische Ränkespiele ihrer Zeit auflehnt und dafür schließlich bestraft wird, weil – vielleicht – Eitelkeit ihre einzige Schwäche (oder Obsession) war. Gegenüber der Verzagtheit und Unentschiedenheit von Delpys Film ist „Bathory“ von Juraj Jakubisko ein anderes Kaliber: ein monumentales Sittenpanorama, das sich visuell immer se

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