Die Friseuse

Komödie | Deutschland 2009 | 108 Minuten

Regie: Doris Dörrie

Eine übergewichtige Berliner Friseuse kämpft mit Schneid, guter Laune und einem Hauch krimineller Energie um ihre Existenzsicherung in einer Gesellschaft, die sich schwer damit tut, sie in ihrer Außergewöhnlichkeit anzunehmen. Bestens unterhaltende Sozialkomödie, die gelegentlich in der Darstellung ihrer extremen Hauptfigur ins Karikierende abgleitet, der es aber dennoch überwiegend gelingt, die glaubwürdig zwischen demonstrativem Optimismus und leiser Traurigkeit angesiedelte Heldin zu profilieren. Der Film überzeugt auch dank des schlagfertigen Dialogwitzes und kluger Inszenierungsdetails. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Doris Dörrie
Buch
Laila Stieler
Kamera
Hanno Lentz
Musik
Ivan Hajek · Coconami · LaBrassBanda
Schnitt
Inez Regnier · Frank Müller
Darsteller
Gabriela Maria Schmeide (Kathi) · Natascha Lawiszus (Julia) · Ill-Young Kim (Tien) · Christina Grosse (Silke) · Rolf Zacher (Joe)
Länge
108 Minuten
Kinostart
18.02.2010
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Constantin/Highlight (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt., dts dt.)
Verleih Blu-ray
Constantin/Highlight (16:9, 2.35:1, dts-HD dt.)
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Diskussion
Solche Protagonisten wie „Die Friseuse“ Kathi König kennt man eher aus dem britischen Kino, aus Filmen wie „Happy-Go-Lucky“ (fd 38 794) oder „Irina Palm“ (fd 38 197): Figuren, die sich allen Widrigkeiten zum Trotz nicht unterkriegen und erst recht nicht in ihrer heillos positiven Lebensphilosophie beirren lassen. Der Schauplatz von „Die Friseuse“ ist jedoch Berlin-Marzahn und dessen gesichtsloser „Marktplatz“, das „Eastgate“-Einkaufszentrum. Hier soll die nach einer gescheiterten Ehe gerade wieder nach Berlin zurückgekehrte, allein erziehende Kathi einen neuen Job antreten. Telefonisch ist ihr die Stelle quasi schon zugesagt, das Vorstellungsgespräch „reine Formsache“. Tatsächlich geht es dann um die Form, allerdings anders, als Kathi das erwartet hätte: „Der Friseurberuf ist ein ästhetischer Beruf. Und Sie, Sie sind nicht ästhetisch“, kanzelt Salonchefin Krieger die extrem dicke Bewerberin ab. Diese Demütigung schluckt Kathi – wie immer – herunter, macht gute Miene zum bösen Spiel und beschließt kurzerhand,

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